14.10.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Oberlandler feiern in Schleißdorf zünftiges Kirchweihfest - Rauhbirln präsentieren Zelt-Wette: Wahrzeichen für den Kirwa-Chef

So kalt wie es draußen war, so heiß ging es drinnen zu: Fast schon tropische Bedingungen herrschten am Samstagabend im Schleißdorfer Kirwazelt, obwohl sich die Außentemperaturen an den Gefrierpunkt annäherten.

von Autor (gri)Profil

Die großen Öfen, die Alfons Haas mit seinen "Oberlandlern" aufgestellt hatte, wärmten das Zelt allerdings nur vor. Richtig eingeheizt haben die mehr als tausend Kirwagäste, die mit der Band "Wöidarawöll" bis in die frühen Morgenstunden Party machten. Bis drei Uhr war das Zelt gut gefüllt.

Die 26. Oberland-Kirwa in Schleißdorf begann ganz traditionell mit dem Einholen des Kirwabaumes am Samstagmorgen. Bis nach Lintach mussten die Kirwaburschen fahren, um die von Franz Scharl aus Freudenberg gestiftete Fichte umzusägen. Die Moidln schmückten den Baum und am Nachmittag wurde er nach altem Brauch mit "Goißn" aufgestellt.

Feierlich begann der Kirwasonntag. Pfarrer Norbert Götz hielt wieder den Hauptgottesdienst der Pfarrei Wutschdorf im Schleißdorfer Kirwazelt. Er erinnerte daran, dass die Kirchweih auch ein Fest für die Seele sei. Bei den Oberlandlern bedankte er sich, dass sie der kirchlichen Feier einen so hohen Stellenwert einräumen.

Viele Schaulustige säumten den Platz um den Kirwabaum, als am Sonntagnachmittag der Kirwabaum ausgetanzt wurde. Die Kirwaburschen sangen die alten "Schnodahüpfln" ihrer Vorfahren und nahmen mit den neu gedichteten vor allem die Kirwaburschen aus Freudenberg aufs Korn. Die Band "Tequilas" unterhielt die Kirwagäste anschließend im Bierzelt.

Der Kirwamontag gehört in erster Linie den Oberlandlern selbst. Zusammen mit den Kirwapaaren und den "Jungen Freimbergern" kehrten sie bei der Schleißdorfer Wirtin und im Oberlandstüberl ein. Obwohl die Burschen schon etwas wacklig auf den Beinen waren - zum Kirwa-Ausklang am Montagabend standen sie noch einmal wie eine Eins auf dem Kirwatisch.

Die "Rauhbirln" warteten mit ihrem Kirwa-Wetten dass...? auf und sorgten dafür, dass sich binnen kürzester Zeit mehr als 20 ehemalige Kirwapaare aus dem Oberland "in voller Montur" im Zelt einfanden. Begleitet von Hans und Karl Obermeier gab es dann gegen Mitternacht ein Kirwa-Revival mit den Paaren aus den letzten 26 Jahren.

Ausgerechnet der Kirwachef von Freudenberg war es, der das Los für den Kirwabaum gezogen hatte. Martin Solfrank nahm den Gewinn unter großem Beifall entgegen. Seit Dienstagnachmittag ist von der Schleißdorfer Kirwa nur mehr der Kirwabaum zu sehen. Alles andere wurde in Rekordzeit abgebaut.

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