28.10.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Neues Stück der Freudenberger Bauernbühne mit Hingabe inszeniert - Restkarten zu haben: Falscher Preisboxer sorgt für Wirbel

von Autor (gri)Profil

Da ist der "Preisboxer" aber noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Die Lumperei, mit der er da in den Ring gestiegen ist, hätte ihn Kopf und Kragen kosten können.

Der "Preisboxer" Gustav Weixlbaum, das merken die Zuschauer der Freudenberger Bauernbühne bald, ist gar keiner. Er kann wohl daheim in der guten Stube mächtig auf den Putz hauen - nicht aber seinen Gegner. Er gibt sich nur als der Weixlbaum aus, von dem ständig in der Zeitung steht, dass er jeden Boxkampf gewinnt.

Kein Wunder: Für den unter dem Pantoffel stehenden Ehemann, den Erwin Altmann hinreißend mimt, hat die Namensgleichheit ein paar unwiderstehliche Vorteile. Seine Tochter Liesl (Ramona Altmann) himmelt ihn an und seine ansonsten eher kratzbürstige Frau Lena (Petra Gietl) packt ihm sogar ein Brotzeit-Packl für die Fahrt zum Kampf. Und zur Krönung fährt immer auch sein Spezl (Benno Schißlbauer) - quasi als sportlicher Betreuer - mit.

Die schweren "Kämpfe", die die beiden bestreiten, finden natürlich ausschließlich im Wirtshaus weitab des Boxringes statt. Wen wundert's, dass sich da der alte Familienfreund Kasimir (Reinhold Escherl) auf einmal auch den Start einer Boxer-Karriere vorstellen kann. Wenn da nicht seine wahrlich feuerspeiende Gattin Urschl (Barbara Söllner) ein gewichtiges Wörtchen mitredete. So viel steht fest: Der Schuss geht nach hinten los.

Es kommt, wie es kommen muss: Eines Tages steht der echte Preisboxer Gustav Weixlbaum (Stefan Attenberger) in der Tür - als fescher Jüngling mit einem Auge auf die hübsche Tochter Liesl. Doch bevor die auf ihn fliegt, fliegen erst einmal die Fäuste. Turbulente Szenen spielen sich da ab, auf der Bühne im rustikalen Saal des Wutschdorfer Pfarrheimes. Für mächtig Wirbel sorgt auch die feurige Ninetta Serani (Brigitte Bammler), die Liebhaberin von Weixlbaums Sohn Gustl (Armin Scharnagel). Mit ihrem südländischen Temperament bringt sie Frau Weixlbaum an den Rand eines Nervenzusammenbruchs und das kühle Blut in den Adern des Oberpfälzer Bauernsburschen ganz schön in Wallung.

Einzig an der tumben Hausmagd Burgl (Monika Schönberger) geht die ganze Aufregung spurlos vorüber. Sie hat zwar kein Gspusi, dafür aber ein sicheres Gespür für Fettnäpfchen und die umrundet sie, dass es eine wahre Freude ist, zuzuschauen.

In den Pausen wird das Publikum von Musikanten unterhalten und zu seiner vollkommenen Zufriedenheit haben die Mitglieder der Bauernbühne auch wieder ein Schmankerl-Angebot zusammengestellt. Einige Restkarten sind noch bei der Gemeindeverwaltung Freudenberg, Tel. 09627/92 10 0 erhältlich.

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