10.09.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Mit dem Rucksack unterwegs durch's Schönseer Land - Drei Routen: Auf dem Sautreiberweg

Herbstzeit ist Wanderzeit. An den sonnigen Tagen des "Altweibersommers" machen sich Einheimische und Urlauber vermehrt zu einer Erkundung durch das Schönseer Land auf. In der Broschüre der Tourist-Information "Urlaub und Wandern" werden wunderschöne Routen beschrieben.

von Gertraud Portner Kontakt Profil

Der Wanderweg "Zur Schwandner Buche" (Markierung: 13) ist mit 400 Metern der kürzeste markierte Wanderweg im Schönseer Land. Er führt von der Ortschaft Schwand zum mächtigen und ältesten Baum des Schönseer Landes. Mit einem Stammumfang von mehr als acht Metern und Ästen so stark wie normale Bäume thront die "Schwandner Buche" als anerkanntes Naturdenkmal mit ihren knorrigen Stamm erhoben am Waldrand. Nach Süden und Osten ist der Ausblick bis zu den Bergrücken des Böhmer- und Bayerischen Waldes frei.

Alte Handelsstraße

Gerne erwandert wird der "Sautreiberweg" (Markierung: grünes Quadrat, weißer Schrägstrich), der auf alten Handelsstraßen von der Kreisstadt Schwandorf in den Böhmerwald bei Schönsee führt. Schon im frühen Mittelalter wurden Viehherden von Böhmen nach Bayern zu den Märkten in Schönsee und Nürnberg getrieben. Von Oberviechtach über Wildstein, Wildeppenried und Pirkhof kommend, erreicht der Sautreiberweg bei Rackenthal das Schönseer Land.

Bis Schwand folgt er der aufgelassenen Bezirksamtsstraße und biegt am Ortsbeginn nach Süden ab. Er trifft auf den Karl-Krampol-Weg und mündet im Aschatal in den Oberpfalzweg ein. Schönsee läßt sich fußgängerfreundlich entlang den Kurparkanlagen durchqueren. Östlich des Keckenweihers erreicht der Weg am Ende der Böhmerwaldstraße wieder die waldreiche Landschaft des Schönseer Landes. Über die Dietersdorfer Hänge geht's an der Johannismühle vorbei in den waldreichen Osten. Der Sautreiberweg schlängelt sich im oberen Teil in einen Hohlweg ("Sautreibergasse") bergauf entlang der böhmischen Grenze bis auf zirka 860 Meter. Bergab geht's auf einem steinigen Waldweg nach Waldhäuser und über Schwarzach bis Charlottenthal entlang der Straße. Die Schlußetappe nach Weiding verläuft über den Rücken des Schönauer Waldes bis hinunter zum Löwenthal und wieder hinauf nach Weiding. Von Rackenthal bis Weiding ist die Strecke 23 Kilometer lang.

Karl-Krampol-Weg

Von Amberg über Nabburg, Oberviechtach, Schönsee bis Stadlern (Länge 77 Kilometer) verläuft der "Karl-Krampol-Weg" (Markierung: gelb-rot-gelb, senkrecht). Der Oberpfälzer Waldverein hat diesen Wanderweg dem ehemaligen Regierungspräsidenten Karl Krampol gewidmet, der in den zwölf Jahren seiner Amtszeit in Regensburg (1981 bis 1993) jährlich bei viertägigen Wanderungen den Regierungsbezirk Oberpfalz begangen hat.

Der Weg kreuzt in Schönsee den Oberpfalzweg und führt an der Kapelle St. Magdalena vorbei über den Drechselberg (836 Meter) durch den Wald nach Stadlern. Im "oberpfälzischen Bethlehem" trifft der Wanderweg an der Kirche auf den Nurtschweg.

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