11.02.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kirche auf für Frohsinn

von Jürgen Herda Kontakt Profil

Das wäre vor gar nicht langer Zeit undenkbar gewesen. Gottlob, ist es heute (fast) normal: nämlich, dass Kinder einmal im Jahr närrisch zum Gottesdienst kommen dürfen. Fasching oder Fasenacht, diese weltliche Gaudi hat im ehrwürdigen Kirchenraum nichts zu suchen. So hieß es, so war das, niemand traute sich daran zu rütteln.

Damit blieben der Spaß an sich und der Spaß an der Freud' einfach außen vor. Bis sich da mit der Zeit doch einiges tat. Bis ein Umdenken einsetzte und sich heute selbst Priester Narrenkappen aufsetzen, für Faschingspredigten sozusagen "in die Bütt steigen". Durch die "Blume" oder gleich direkt sagen sie, gewürzt mit Schalk und Humor, was in der Pfarrgemeinde gut und weniger gut ist. Am liebsten mögen es die Leute, wenn sich die geistlichen Herren dabei mitunter selbst auf den Arm nehmen. Das macht sie so menschlich!

Nun gibt es ja Erzkonservative, denen so was gehörig gegen den Strich geht - und meiden daher solche Gottesdienste. Den meisten Gläubigen aber geht das Herz auf, bei der Öffnung von Kirchentüren für "gepredigten und dargestellten Frohsinn". Sie haben begriffen: Glaube und Fröhlichkeit gehören zusammen. Clowns und Co. haben der Würde eines Gotteshauses noch keinen Abbruch getan!

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