09.03.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Jagdgenossen bestätigen Vorstand - Viele Rehe sterben auf der Straße: Abschussplan erfüllt

Für weitere fünf Jahre wurde der Vorstand der Jagdgenossenschaft in der Generalversammlung am Donnerstag bestätigt. Vorsteher Ludwig Kummer kündigte die Fortsetzung des Wegebaus an.

von Siegfried BockProfil

"1700 Tonnen Schotter haben wir in den letzten fünf Jahren verarbeitet", resümierte Kummer. Auf Grund der ermittelten Verbissbelastung und der gleichbleibenden positiven Verbisstendenz seit 1991 sei die Rehwilddichte erträglich.

Kummer berichtete von großen Schäden durch Schwarzwild in Kartoffel- und Getreidefeldern. Er bat Jagdpächter Christian Seltmann, sich weiterhin für den Abschuss der Füchse einzusetzen.

Josef Lobenhofer bezifferte die Ausgaben für Schotter und die Entschädigungen für die Arbeitseinsätze der Landwirte auf 3885 Euro. Von der Jagdpacht wurden 3919 Euro ausgezahlt. Fast einstimmige Voten erhielten bei den Neuwahlen neben Vorsteher Kummer, Stellvertreter Ludwig Häusler, Schriftführer Eduard Harrer, Kassier Lobenhofer sowie die Beisitzer Hans Krauß und Heinrich Ermer junior. Kassenprüfer sind Josef Pritzl und Reinhard Fichtl (neu).

60 der 61 Jagdgenossen waren für die Auszahlung von sechs Euro pro Hektar. Der Rest wird für den Wegebau verwendet. Drei Neinstimmen gab es für die Busfahrt zum Zentrallandwirtschaftsfest. Der Abschussplan - 24 Stück pro Jahr - konnte erfüllt werden, erklärte Seltmann. Jedoch sei fast ein Drittel des Rehwilds auf der Straße getötet worden.

"Wir haben uns in vielen Nächten alle erdenkliche Mühe gegeben, die Schäden durch Wildschweine waren nicht vermeidbar", bemerkte der Waidmann. Die Festsetzungen für die geplante Windkraftanlage im Gebiet Kaltenbrunn wurden vom Vorsitzenden des Regionalen Planungsverbands, Simon Wittmann, aufgehoben, informierte Bürgermeister Werner Windisch.

"Wir müssen versuchen, Fördermittel zu bekommen", sagte er zur Biberproblematik. Hans Rodler bemängelte die einseitige Auffüllung des Seewegs mit Nachteilen für sein Grundstück. Rodler plädierte für ein Dachprofil. "Das Problem sind die Grenzsteine, aber gemacht muss es werden", konstatierte Lobenhofer. Ferner beantragte Rodler die Instandsetzung des "Schönsteigs". Die Gemeinde werde dies mit der Genossenschaft gemeinsam erledigen, versprach Windisch.

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