19.06.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

ISO-Zertifikat bescheinigt Forster GmbH Werkzeugbau und Knopffabrik hohes Qualitätsniveau: Bemühungen zur Standortsicherung

Optimal aufeinander abgestimmte Betriebsprozesse, eine rührige Belegschaft und ein modernes Management-Qualitätssystem - bei der Knopffabrik Forster sind diese Merkmale eines zukunftsorienten Unternehmens Standard. Mit der DIN EN ISO 9001:2000 wird dieses hohe Niveau nun auch nach außen demonstriert.

von Werner Schirmer Kontakt Profil

Am Donnerstag konnte Thomas Bergler als Vertreter der Dekra der Unternehmensspitze des Bärnauer Betriebes die Urkunde über die ISO-Zertifizierung überreichen. Gemeinsam mit Landrat Karl Haberkorn sowie 2. Bürgermeister Alfred Wolf konnte Bergler zur "bestandenen Prüfung" gratulieren. Die abgeschlossene Maßnahme würde, so Haberkorn, nicht nur den hohen Standard des Unternehmens aufzeigen. Das Zertifikat verdeutliche auch die Bemühungen der Betriebe in der Region, sich im weltweiten Wettbewerb zu behaupten. "Sie haben Zeichen nach außen und nach innen gesetzt", gratulierte der Landrat.

Harter Wettbewerb

Dabei sind die Unternehmen gerade im Landkreis in keiner rosigen Situation. Senior-Chef Lothar Forster verdeutlichte die ungewöhnlichen Belastung durch Abgaben und den harten Wettbewerb durch die Mitbewerber aus dem asiatischen Raum.

Nur mit einer Ausweitung der Produktpalette sowie laufender Weiterentwicklung hätte das 1921 gegründete Unternehmen sich behaupten können. Dabei erwähnte Forster vor allem den Schritt von der Knopffabrikation hin zur Produktion von Teilen für den technischen Bereich. Mit dem dazu nötigen Formenbau hätte das Unternehmen sich ein weiteres Standbein geschaffen. Zu den aktuellen Anforderungen des Marktes zählte Forster die laufende Qualifizierung des Personals sowie des Betriebes. Die ISO-Zertifizierung würde diese Anstrengungen nun darstellen. Das Unternehmen sei damit besser für die Zukunft gerüstet.

Suche nach Mitarbeitern

Der Fabrikant bedauerte allerdings die Problematik auf dem Arbeitsmarkt. Für die Knopfindustrie sei es nicht einfach, qualifizierte Kräfte nach Bärnau zu locken. Auch aus diesem Grund würde der Betrieb die Lehrlingsausbildung vorantreiben.

Hilfe für Berufsschule

Landrat Haberkorn bat in Bärnau um Unterstützung für den Erhalt der Ausbildung "Werkzeugmacher" in der Wiesauer Berufsschule. So würden seitens der Kammer Bestrebungen unternommen, diese Ausbildung in die Bereiche Industrie und Handwerk aufzuteilen. Dadurch könnten in Wiesau und auch Weiden nicht mehr ausreichend Schüler für eine Klasse gefunden werden. Ein Lehrling müsste dann noch weitere Wege zurücklegen.

Die Unternehmer Klaus und Jürgen Forster stellten die professionelle Begleitung bei der Zertifizierung durch die Dekra sowie Berater Ewald Eberlein heraus. Mit der Maßnahme sollten gerade den Kunden die Bemühungen um laufende Standardverbesserungen aufgezeigt werden. Positiver Effekt sei zudem die intensivere Einbindung der Belegschaft in die Arbeits- und Entscheidungsprozesse. Gerade das betriebsinterene Datennetz würde für mehr Transparenz im Unternehmen sorgen. Mit dem verbesserten Qualitäts-Management könnte zudem ein Beitrag zur Standortsicherung erreicht werden.

Bessere Identifizierung

Thomas Bergler erwartete gerade durch die Einbindung des Personals eine bessere Identifizierung mit dem Unternehmen und damit eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit. Dem Unternehmen empfahl der Dekra-Vertreter bei der weiteren Qualifizierung nicht nachzulassen.

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