07.02.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Innenrenovierung von St. Marien geht voran - Orgel wieder aufgebaut: Farbe für die Kirchenorgel

Die Pfeifen sind gereinigt und neu gestimmt, Motor und Windanlage ausgetauscht und die Kegelventile überprüft. "Sie hat jetzt einen viel weicherenSound" schwärmen die Gottesdienstbesucher in der Wallfahrtskirche St. Marien über ihre restaurierte Kirchenorgel. Und die beiden Organisten Martin Martzak und Dr. Josef Betz freuen sich auch über die gereinigte Klaviatur.

von Gertraud Portner Kontakt Profil

Nachdem die Außen- und Innenrenovierung der Kirche in Pertolzhofen fast abgeschlossen ist, war nun als eine der letzten Arbeiten die Restaurierung der Orgel an der Reihe. Knapp 12000 Euro wurden für diese Maßnahme veranschlagt. Sämtliche Pfeifen, Motor und Blasebalg wurden abgebaut und von einer Orgelbaufirma in Allkofen bei Mallersdorf überprüft, gereinigt oder erneuert.

Loblied als Zugabe

Ende Januar war es dann so weit: Organist Martin Martzak spielte frisch auf und umrahmte den Sonntagsgottesdienst mit klangvoller Orgelmusik. Mit "Großer Gott" gab es nach dem Segen noch ein Loblied als Zugabe für die gelungene Restaurierung. Martzak plant auch ein kleines Orgelkonzert in der Wallfahrtskirche. Nachdem nun das Innenleben der Orgel in Ordnung ist, geht es daran, das Gehäuse dem restaurierten Kirchenraum farblich anzupassen.

Die Firma Eis aus Regensburg ist deshalb derzeit vor Ort und bringt eine Marmorierung an. Im Kirchenschiff fehlen noch einige Heiligenfiguren, die überholt werden, und auch Altar und Ambo werden noch restauriert. Prächtig und wunderschön anzuschauen, sind dagegen die bereits fertigen Wand- und Deckenmalereien. "Das war vorher fast alles schwarz", erinnern sich die Dorfbewohner.

Zum Abschluss der Renovierungsarbeiten möchte Pfarrer Leo Heinrich im August einen Dankgottesdienst feiern. Die früheste Barockkirche im Landkreis Schwandorf wird nicht nur zu diesem Termin viele Besucher von auswärts anziehen.

Beliebtes Ziel

In früheren Jahrhunderten schon war das Gotteshaus als Wallfahrtskirche ein beliebtes Ziel. Noch nicht geklärt ist der Umfang der Arbeiten im Turm, wo eine Taufkapelle entstehen soll. Dieser romanische Turm wurde im 12. Jahrhundert erbaut und ist zusammen mit den Fresken an seinen Innenwänden der älteste Teil des Gotteshauses.

Leider kann fast nichts mehr von den alten Gemälden sichtbar gemacht werden. Vom Denkmalamt in Müchen wird geprüft, ob sich der Aufwand für einige noch erhaltene Teile lohnt, die gesamte Fläche freizulegen.

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