28.04.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Georg Schmid leitet letzte Gemeinderatssitzung als Weigendorfs Bürgermeister: Mit Wehmut aber auch Genugtuung

Georg Schmid leitete seine letzte Gemeinderatssitzung mit gewohnter Souveränität und etwas Wehmut, aber auch mit Genugtuung über die Fortschritte während seiner zwanzigjährigen Amtszeit. Mit ihm traten fünf Gemeinderäte ebenfalls in den kommunalpolitischen "Ruhestand" und wurden gebührend verabschiedet.

Die Verabschiedung der Gemeinderäte mit (von links) Bürgermeister Georg Schmid, Petra Hofmann-Schlosser, Hans Schmidt, Karlheinz Haas, Manfred Koller und Günther Steger war einer der Hauptpunkte der Gemeinderatssitzung. Bilder: fm (2)
von Franz MüllerProfil

Im neuen Terrassenstüberl des Landhotels "Sternwirt" begrüßte Bürgermeister Georg Schmid eine ansehnlichen Schar Bürger. Zunächst ging es um eine Bauvoranfrage von Sven und Agnes Löhner, die im Baugebiet "Dannloher Weg" ein Wohnhaus bauen möchten. Da die Vorstellungen der Bauwerber in vier Punkten vom Bebauungsplan abwichen, erläuterte dies der Bürgermeister mit dem Hinweis, dass es sich um keine gravierenden Punkte handelt. Es gab keine Einwände gegen einen entsprechenden Plan.

Kommandanten bestätigt

Reine Formsache war die Bestätigung der beiden Kommandanten der Feuerwehr Haunritz-Högen aus den Neuwahlen. Michael Pirner als 1. und Hans-Jürgen Pickel als 2. Kommandant erhielten auch das Vertrauen der Räte.

Zur aktuellen Situation der Mittelschule Hartmannshof berichtete Georg Schmid von der letzten Sitzung des Schulverbands. Hier wurde der Haushalt gebilligt, die Schülerzahl mit 271 und die Betriebskosten pro Schüler mit 1 502 Euro genannt. Die Aussage der Koordinatorin des Schulverbunds Hersbrucker Schweiz für das kommende Schuljahr 2014/15 legte dar, dass in Hartmannshof keine Klassen mehr gebildet werden können. Nach Ansicht von Georg Schmid bleibt keine andere Möglichkeit, als die Schüler künftig in Hersbruck unterzubringen. Dazu seien Verhandlungen zur Aufnahme in den dortigen Schulverband nötig.

Pommelsbrunn als anderer Partner im Schulverband hat bereits einen entsprechenden Beschluss gefasst und Weigendorf müsse dies nun auch tun. Seitens der Wahlgemeinschaft kam die Anfrage, ob nicht erkundet werden soll, ob und zu welchen Bedingungen ein Anschluss an die oberpfälzische Seite, hier Sulzbach-Rosenberg, möglich wäre, da bereits einige Schüler sich dorthin gewendet haben. Der Bürgermeister wies dies im Hinblick auf den bestehenden Schulverband ab. Als Ergebnis war festzustellen, dass man in obige Verhandlungen mit Hersbruck eintreten solle. Zur Anfrage, was mit dem leerstehenden Schulkomplex werden solle, bleibt die Entwicklung abzuwarten.

Zur Regenüberlaufeinrichtung des Abwasserkanals in Oed steht nun endgültig fest, dass es ohne die bisher verlangte Tauchwand geht; dies wird in einem Bescheid des Landratsamts bestätigt. Beim früher vorhandenen Fremdwasser hat sich die Lage durch einige Maßnahmen deutlich verbessert. Die neuesten Messdaten untermauern dies und werden an die Behörde weitergeleitet.

Gemeinsame Planung

Bei der anstehenden Verbesserung der Breitbandversorgung ist man sich nach Rücksprache mit den Nachbargemeinden der VG, Neukirchen und Etzelwang sowie Pommelsbrunn einig, hier einen gemeinsamen Planer einzuschalten, um schneller vorwärts zu kommen. Bei der Dorferneuerung Högen ist noch eine Erweiterung durch Sanierung der Brücke in Unterhögen ins Auge gefasst; hier ist eine Beratung über den Umfang in nächster Zeit angesagt. Zur Dorferneuerung trägt auch der Heimat- und Wanderverein "Högenbachtaler" bei, der durch seinen Vorsitzenden Gerhard Dotzler eine Spende von 1 000 Euro für eine weitere Sitzbank überreichte.

Da weitere Punkte schon in die nächste Amtsperiode reichen, übernahm der künftige Bürgermeister Reiner Pickel diese Sitzungspunkte. Er lud, auch als Vorsitzender der SpVgg Weigendorf, die Räte zum Festabend des 50-jährigen Jubiläums am 30. Mai in den Gasthof "Zum Bayerischen Johann" nach Oed ein. Für den Jugendhilfeausschuss des Landkreises hat sich Marco Schwab als Kandidat bereiterklärt; damit war man einverstanden.

Die Bürgermeister- und Amtssprechstunden im "Haus des Gastes" ändern sich künftig auf Donnerstag von 14 bis 18.30 Uhr.

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