02.01.2013 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Georg Elsers gescheitertes Hitler-Attentat wird verfilmt - Zum 110. Geburtstag des ...: "Diese verdammten 13 Minuten"

von Agentur DPAProfil

Es ist der 8. November 1939: Adolf Hitler hält eine Rede im Bürgerbräukeller in München. Draußen ist es neblig, deshalb verlässt Hitler früher als geplant den Raum - um 21.07 Uhr, er will den Zug nehmen und nicht das Flugzeug. 13 Minuten später, um Punkt 21.20 Uhr explodiert eine Bombe - alles hätte funktionieren können. Der 36-jährige Schreinergeselle Georg Elser hatte die Zeitbombe selbst gebastelt. Am 4. Januar würde er 110 Jahre alt. Ein neuer Film soll an seinen Versuch, Hitler zu töten, erinnern.

Nachdem sein Plan gescheitert war, wurde der Widerstandskämpfer in Konstanz an der Grenze zur Schweiz festgenommen. "Ich habe den Krieg verhindern wollen", sagte Elser beim Verhör durch die Gestapo. Drei Wochen vor der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau erschießen die Nazis ihn am 9. April 1945 mit 42 Jahren. Elser war am 4. Januar 1903 in Hermaringen, das in Baden-Württemberg direkt an der Grenze zu Bayern liegt, geboren worden. Ein Jahr später heiratete seine Mutter und zog mit ihm zum Vater nach Königsbronn. Dort steht seit 2010 eine 2,20 Meter hohe Elser-Statue, ein Denkmal aus Stahlresten, hart erkämpft vom Georg-Elser-Arbeitskreis Heidenheim. Es sei eine ungeheure Leistung von Elser gewesen, schon 1939 erkannt zu haben, wie sich die Dinge unter Hitler entwickeln, sagt Maier. "Diese verdammten 13 Minuten, die Hitler zu früh ging - ich bin überzeugt, sie hätten die Weltgeschichte verändert." "Elser - 780 Sekunden hätten die Welt für immer verändert": So heißt der neue Film über die Geschichte des Widerstandskämpfers. Er soll dieses Jahr gedreht werden.

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