03.02.2004 - 00:00 Uhr
BrandOberpfalz

Flurbereinigung soll Problem mit Oberflächenwasser regeln "Geschenk" mit Folgen

Das Oberflächenwasser in Fuhrmannsreuth ist schon immer ein Problem. Das Geld für eine Lösung mittels eines Kanals ist nicht vorhanden, auch in den nächsten drei bis vier Jahren wird sich nichts tun.

von Bertram NoldProfil

Diese Meinung vertrat Bürgermeister Georg Zaus im Rahmen einer Bauausschusssitzung im Feuerwehrgerätehaus in Fuhrmannsreuth. Dorthin hatte er die Sitzung verlegt, um bei einem Ortstermin ein weiteres Problem zu besprechen; das Wetter machte nicht mit, Schnee und Wind hatten den zu besichtigenden Ort einfach zugedeckt.

Weg wird unterspült

Der neue Verbindungsweg von Brand nach Fuhrmannsreuth ist eine überaus wertvolle Errungenschaft; von Fußgängern und Radfahrern wird er ebenso benützt wie von den Landwirten. Ein Problem tut sich aber auf: Die angrenzenden Äcker haben Gefälle, ein Graben fehlt und so bekommt das Wasser Geschwindigkeit und läuft eher unkontrolliert ab.

Die Flurbereinigung möchte Abhilfe schaffen und hat der Gemeinde schon ein Angebot unterbreitet; es müssen verschiedene Nacharbeiten an den Wasserrückhaltungen erledigt werden, um Schäden durch aufkommendes Oberflächenwasser zu verhindern. Das verursacht noch einmal Kosten in Höhe von 11656 Euro, den Löwenanteil würde die Flurbereinigung übernehmen, lediglich 120 Euro würde der Anteil der Gemeinde betragen.

In die Kläranlage

Doch dieses "Geschenk" stieß zunächst auf Widerstand. In der letzten Gemeinderatssitzung äußerte Christian Drehobel Bedenken; das Wasser würde am Ende wieder in den Kanal fließen und dadurch wieder Kosten für die Gemeinde verursachen. Eine andere Lösung müsste gefunden werden. Also Beratung im Rahmen eines Ortstermins mit Franz Göhler, dem Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft.

Zunächst enttäuscht darüber, dass die Gemeinde das "halbe Geschenk" der Flurbereinigung nicht mit offenen Händen annimmt, sah er die Problematik doch ein. Eine Alternative bot sich dennoch nicht. Der Teich auf der gegenüberliegenden Straßenseite kam zur Sprache; dort hat der Wasserzweckverband bereits Bedenken angemeldet. Sein Messschacht nebenan ist nicht optimal abgedichtet, er wird feucht. Alle angesprochenen Ideen, dort etwas zu ändern, verschlingen ebenfalls viel Geld.

Albert Hofmann drängte darauf, das Problem "Oberflächenwasser Fuhrmannsreuth" endlich anzupacken; es sammle sich viel mehr Wasser als früher. Auch Christian Drehobel sprach von Verschlechterung und meinte, man sollte das Wasser schon irgendwann in den Bach bekommen: Im Moment finanziell nicht machbar. Schließlich sprachen sich die Räte einstimmig für die von der Flurbereinigung vorgeschlagene Maßnahme aus. Dies gilt als Empfehlung an den Gemeinderat.

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