24.09.2020 - 10:15 Uhr
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Richtig aufräumen Teil 6: Die Kleiderschrank-Diät

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Was Sie in diesem Sommer nicht getragen haben, werden Sie auch im nächsten nicht tragen. Trennen Sie sich endlich von alten T-Shirts & Co., rät Aufräumexpertin Kathrin Karban-Völkl.

Kathrin Karban-Völkl ist Religions- und Gestaltpädagogin und als freiberufliche Referentin in der Bildungsarbeit tätig. Bekannt ist sie in der Region auch als Autorin des Buches „Entrümple und lebe“. Mehr Informationen auf www.diewortmacherei.de.
von Redaktion ONETZProfil

Von Kathrin Karban-Völkl

Eine Berechnung hat ergeben, dass wir 20 Prozent unserer Kleidung 80 Prozent unserer Zeit tragen. Ganz ehrlich: Ich glaube, da sind wir alle gut mit dabei. Oder haben Sie wirklich keine Lieblingshose? Und auch kein Lieblingstop, welches Sie bei der kleinsten Verschmutzung am liebsten in das Schnellwaschprogramm geben würden, damit Sie es möglichst bald wieder tragen können?

Keine Angst: Das dürfen Sie auch weiterhin. Nur bitte ich Sie, folgende Regeln zu beachten:

Einer kommt, einer geht:

Sie möchten eine neue Hose? Ein passender Winterpulli wäre ganz nett? Und, ja: Der Badeanzug ist auch eher von vorgestern? Dann wären dies nach Adam Riese drei Kleidungsstücke, die Sie VOR Ihrem Einkauf aussortieren müssen. Und schon macht es noch mehr Spaß, sich neu einzukleiden. Schließlich haben Sie bereits Platz gemacht für die „Neuen“.

Eine Frage der Mode:

Je regelmäßiger Sie Ihren Kleiderschrank entrümpeln, desto höher die Chance, dass die von Ihnen aussortierte Kleidung von anderen Menschen wieder getragen wird. Das bedeutet: Je länger Sie Ihre untragbaren Kleidungsstücke im Schrank versauern lassen, desto mehr kommen diese auch für andere aus der Mode und werden selbst in Second-Hand-Läden zu Ladenhütern.

Annahmestopp für Ihre Gartengarderobe:

Kann es sein, dass ich Sie ertappt habe? Genau, immerhin wollten Sie gerade Ihre aussortierten Hosen in den Keller zur Arbeitskleidung für den Garten wandern lassen. Ganz ehrlich: So viel Gartenarbeit kann es gar nicht geben, dass es Sinn macht, fünf oder mehr Hosen auf der Auswechselbank zu haben. Von den vergilbten, aber immer noch kernguten T-Shirts ganz zu schweigen.

Der Sommer hatte seine Chance:

Die heißen Monate sind gerade vorbei? Dann sollten Sie jetzt einfach ehrlich sein und zugeben, dass Sie bei weitem nicht alle Tops und T-Shirts getragen haben, die Ihr Kleiderschrank zu bieten hat. Und ich bin sicher: Es lag nicht an fehlenden warmen Tagen.

Deshalb verabschieden Sie sich gebührend von den sommerlichen Zeiten und sorgen Sie für Freiraum in Ihrer kurzen Garderobe. Denn eines können Sie mir glauben: Was Ihnen in diesem Jahr nicht gefallen hat, wird es mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit auch im nächsten Sommer nicht tun.

In der nächsten Folge: der Notnagel beim Entrümpeln.

Alle bisherigen Teile der Aufräum-Serie finden Sie hier

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