11.02.2021 - 15:50 Uhr
BesserWissen

Bei Faschings-Krapfen das Eiweiß weglassen

Ob sie nun Krapfen, Pfannkuchen oder Berliner genannt werden - das süße Hefegebäck darf an Fasching nicht fehlen. Wie das Gebäck perfekt gelingt, erklärt die Oberpfälzer Hofbäuerin Marina Homeier.

Wer sich in Karnevals-Stimmung bringen will, backt sich den Krapfen, Berliner oder Pfannkuchen selbst. So kann man die Familie mit lustigen Füllungen überraschen.
von Agentur DPAProfil

Wer Butterschmalzkrapfen selber backt, kann Rezepte nach eigenem Geschmack abwandeln und die Füllung selbst bestimmen. "Die Qualität des Krapfenteiges steht und fällt dabei mit den Eiern. Eigelb macht den Teig geschmeidig und sorgt für eine schöne Farbe", erklärt Marina Homeier.

Die Bäuerin aus Alteglofsheim in der Oberpfalz verwendet daher Eier mit einem kräftigen Dotter und verzichtet allerdings auf Eiweiß, weil es den Teig oft strohig und trocken mache.

Auf der Webseite des Bayerischen Bauernverbandes gibt die Krapfenbäckerin weitere Tipps:

  • Öl nicht mit der Hefe in direkte Verbindung bringen, sonst können die Hefezellen nicht gut aufgehen.
  • Für ein gutes, geschmeidiges Ergebnis sollte der Teig gründlich mit einer Küchenmaschine geknetet werden.
  • Backpulver macht die Krapfen feinporiger.
  • Auch die Fett-Temperatur zum Ausbacken ist entscheidend: Ist das Fett zu heiß, dann wird der Krapfen sehr schnell dunkel, aber nicht durch. Ist das Fett nicht heiß genug, dann saugt sich der Krapfen voll Fett und kann nicht mehr so gut aufgehen.
  • Ist der Teig zu schwer, dann bekommt der Krapfen keinen schönen Rand - und der ist das Markenzeichen eines gelungenen Krapfens.
  • Das Fett höchstens zwei Mal zum Krapfenbacken verwenden, sonst leidet der wunderbare Buttergeschmack der Krapfen.
  • Ausgekühlte Krapfen lassen sich auch einfrieren. Sie tauen rasch auf und sind besonders lecker, wenn sie für zehn Minuten bei 180 Grad Celsius nochmals aufgebacken werden.

So geht Marina Homeiers Familienrezept für zwölf Krapfen:

Aus 500 Gramm Mehl, 2 Teelöffeln Backpulver, einem halben Würfel Hefe, 290 Millilitern warmer Milch, 4 Eigelb, 2 bis 3 Prisen Salz, einem Schuss Rum, 75 Gramm Zucker und 65 Gramm Sonnenblumenöl den Teig herstellen und zwei Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Den Teig 2 bis 3 Zentimeter dick ausrollen und mit einem Glas (Durchmesser 8 Zentimeter) Krapfen ausstechen und sie nochmals 30 Minuten gehen lassen. Bei Deformierungen nachstechen.

Krapfen in schwimmendem Fett aus 1,5 Kilo Butterschmalz und einem halben Liter Sonnenblumenöl beidseitig vier Minuten ausbacken. Dabei die erste Seite bei geschlossenem Topf und die zweite Seite bei geöffnetem Topf oder Tiegel backen. Krapfen auf Küchenkrepp etwas auskühlen lassen und mit Aprikosenmarmelade oder Hiffenmark (Hagebuttenmark) füllen. Zum Füllen eignet sich ein Spritzbeutel mit Spitztülle.

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