12.12.2017 - 16:34 Uhr
Oberpfalz

Weihnachtsmarkt auf Maffei dieses Mal ohne Parade: Fröstelnde Bergleute

Die Bergwerksweihnacht hat auch nach mehr als zehn Jahren ihre Anziehungskraft nicht verloren. Das gilt auch, wenn wie am Sonntag frostige Temperaturen Töne und Kondenswasser der Atemluft in den Blasinstrumenten buchstäblich einfrieren und sich der Schnee auf der Bühne sammelt.

Herbert Karl, einem Auerbacher Bergmann der letzten Stunde auf Leonie, gefror beinahe der Atem.
von Autor SCKProfil

Ob Schmuck, Keramik oder Krippenfiguren: Aus der Sicht der Händler entwickelte sich eine zufriedenstellende Nachfrage. Allerdings blieben die Besucher beim Flanieren häufiger an den Heizstrahlern, den offenen Feuern oder in den Hallen stehen. Das vielgepriesene Bergmannsfeuer, heißer Tee oder Glühwein waren ebenfalls begehrt. Ein kräftiges Auerochsengulasch, Wildschweinbraten und gut gewürzte Würste halfen beim Aufwärmen. Gegen 16 Uhr sagte dann die Jugend-Bergmannskapelle Pegnitz wegen des starken Schneetreibens und der Kälte ihren Auftritt ab. Auch die Bergknappen bliesen ihre Parade mit Fackelzug und Prolog ab.

Wie am Samstag die Auerbacher Nachwuchsband Dynamix, froren auch die kleinen Sänger des Kinderchors Ain Karem von der katholischen Pfarrei, die als letzte Musikgruppe die Treppen zur Bühne erklommen, um Advents- und Weihnachtslieder anzustimmen. Schnee und Eis nahmen sie sportlich und rutschten auf Bauch oder Knie darüber, wie Fußballer nach einem Tor über den Rasen. Sie hatten ihren Spaß, bis es Mama und Papa fröstelte und sie zum Heimgehen riefen.

Herbert Karl, einer der bis zuletzt aktiven Auerbacher Bergleute, und sein Sohn verabschiedeten am Südtor bereits ab 19 Uhr Gäste zu den Bussen mit einem lautstarken "Auf Wiedersehn im nächsten Jahr!"

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