12.06.2004 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Vilssatire: Sieben Epochen zwischen Himmel und Unterwelt: Komisch kosmisch

von Jürgen Herda Kontakt Profil

"Herrgott Sakradi, jetz schau i mir des Schauspul lang gnua o. De werd'n und werd'n ned g'scheida", wettert der Herrgott in seinem Himmel auf der Schiffbrücke und gerät darauf in ein Wortgefecht mit der Göttin Minoa über die Ursachen der menschlichen Unvernunft. Götterbote Hermes möchte mit einer Powerpoint-Präsentation Licht ins Dunkel des Unfriedens bringen und entführt uns auf eine Reise durch die Unterwelt.

Seffi Persephone hat die Faxen ihres Unterwelt-Gatten dicke. Kaum ist der Frühling vorbei, verschleppt der Hadeslump die junge Frau in die ewige Finsternis jenseits der Vils. Um diesem Schicksal zu entgehen, überredet sie ihren Onkel Hans, den Fährmann des Todes aus Sulzbach, sie mitzunehmen auf seiner Bootsfahrt durch den Strom der Zeit. Die Geister vergangener Epochen erzählen von ihrem Schicksal - ein germanischer Gott schwärmt von längst geschlagenen Schlachten. Ein Römer verrät, warum er nicht mehr dazu kam, die erste Amberger Trattoria zu eröffnen. Auf 21 Stationen lernt Seffi die tragikomische Historie des ersten Oberpfälzer Märtyrers, die Geschichten vom armen Ritter Heinrich, dem kopflosen Bauern, dem Hussiten Hans Gans, dem Winterkönig, dem eifrigen Bußprediger, dem einzigen Amberger Revolutionär, die ganze Wahrheit über den Zuag'roast'n Fabrikanten, die Legenden des Stummen, des Tauben und des Blinden und das Schicksal der Trümmerfrauen kennen.

Während dessen eilt ein Geselle hinzu, dem nichts Menschliches fremd ist - es ist Herr Pan, Sohn des Hermes, der unserer Seffi verfällt. Erleben Sie am Freitag, 18. Juni, bei Einbruch der Dunkelheit die Lösung folgender Fragen: Kann Pan das Herz der stolzen Seffi erobern? Gelingt es Hermes, den Zorn der Götter zu besänftigen? Hängt der Tod von Sulzbach seinen Job an den Nagel?

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