15.06.2004 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Tschechische Prominenz bei Grammer in Immenstetten - Kompetenz bleibt in Amberg: "Wir schöpfen die Sahne ab"

von Jürgen Herda Kontakt Profil

Die von Landrat Armin Nentwig initiierten Betriebsbesichtigungen bei Grammer in Tachov sind schon Routine. Heute bekam erstmals der Grammer-Standort Immenstetten Besuch von tschechischer Prominenz.

Ladislav Macák, Senator und Bürgermeister Tachovs, sowie IHK-Vize-Präsident Kamil Baca ließen sich von Werksleiter Reinhard Holzki durch Grammers heilige Hallen führen. Einig waren sich Gäste wie Gastgeber, dass man die Zukunft nur gemeinsam erfolgreich gestalten könne. Landrat Armin Nentwig: "Gegen die Nachteile der Grenzlage sind wir machtlos. Dann lasst uns wenigstens die Vorteile nutzen!"

Zu den Vorteilen zählen die tschechischen Besucher vor allem den Know-how-Transfer, den Werksleiter Holzki schildert: "Unser Werk hier lebt von der Technik, wir schöpfen die Sahne ab. Das können wir aber nur, wenn wir kurzfristig Aufträge übernehmen und flexibel auch unsere tschechischen Mitarbeiter schulen und einsetzen können." Ängste, die geschundene Region könne noch mehr Arbeitsplätze verlieren, hält Holzki, zumindest was "sein" Unternehmen betreffe, für unbegründet: "Grammer hat sich mit dem Bau der Konzernzentrale in Amberg und dem Competence Centrum hier in Immenstetten auf die Stadt und den Landkreis festgelegt."

An die Politik appellierte er, keine kleinlichen Grabenkämpfe zwischen Stadt und Land zu führen, sondern beide als gemeinsamen Wirtschaftsraum zu betrachten.

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