17.02.2004 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Nach Annahme des Insolvenzplans: ERSC will künftig die Scheibe flach halten: "Auferstanden aus Ruinen"

von Jürgen Herda Kontakt Profil

Feierlaune bei den Verantwortlichen des ERSC: Beswingt läuft Chef-Lion Manfred Guminski durch die VIP-Hütte. Feuer lodert jetzt glücklicherweise nur noch im Kaminofen - bei der spontan einberufenen Pressekonferenz am Montagabend hatten der Vorsitzende und sein Obmann Oliver Heisel die erlösende Nachricht mitgebracht: "Beim heutigen Erörterungstermin haben alle Gläubiger dem vom Verein vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt", verkündete Heisel erleichtert.

Genug Luft zum Atmen

"Wenn das nicht geschehen wäre, hätten wir zusperren können und die 53-jährige Geschichte des ERSC Amberg wäre zu Ende gewesen." Ein Stein sei ihnen vom Herzen gefallen, als klar gewesen sei: "Wie es so schön in der Hymne eines ehemaligen Nachbarlandes hieß - ,auferstanden aus Ruinen' gilt auch für uns!" Zwar müsse man jetzt noch auf eine formelle Bestätigung des Amtsgerichts warten, das sei aber bloß eine Formalie: "Zwei, drei Sätze müssen abgeändert werden, keine wesentlichen Punkte, nur juristische Feinheiten", erklärte Guminski.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren müsse man einen bestimmten Quotenbetrag abbezahlen, über die Höhe dürfe man nichts verlauten lassen: "Im Vergleich mit dem, was wir bisher vom Schuldenberg abtragen mussten, ist das ein Klacks", lässt Heisel die Dimension der finanziellen Belastung durchblicken. "Ein Klacks gerade nicht", schränkt Guminski ein, "aber er lässt uns genügend Luft zum Atmen." Der Blick ist jetzt nach vorne gerichtet: "Wir wollen PR-mäßig Fuß fassen, den guten Ruf des Vereins wieder herstellen und uns als verlässlicher Werbepartner für unsere Sponsoren etablieren." Sportlich laute das erste Etappenziel "Aufstieg in die Landesliga" - recht viel weiter nach oben schielen wolle man zunächst nicht, lieber die Scheibe flach halten, damit es nicht wieder heiße: "Der Guminski träumt schon wieder!"

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