04.02.2004 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Einführung des G8 verursacht Kosten für Stadt & Eltern: Amberg rüstet sich für die Mittagsbetreuung

von Jürgen Herda Kontakt Profil

Langsam dämmert es den Kommunalpolitikern: Die Einführung des achtstufigen Gymnasiums ist nicht nur ein Fall für Bildungspolitiker - die Städte und Gemeinden sind von dieser Entscheidung genauso betroffen wie Schüler, Lehrer und Eltern. Deshalb stand das Thema auch auf der Tagesordnung der gestrigen CSU-Fraktionssitzung.

Deren Chef, Dieter Mußemann, machte dabei deutlich: "Wir sehen hier die Staatsregierung in der Pflicht. Das Konnexitätsprinzip steht jetzt ja in der Verfassung, also kann es nicht sein, dass die das in München entscheiden und wir in Amberg dafür bezahlen." Kosten würden der Stadt als Sachaufwandsträger für die Mittagsbetreuung der Schüler entstehen, die künftig mindestens zweimal die Woche für den Nachmittagsunterricht fit gemacht werden müssen. Außer dem Max-Reger-Gymnasium mit seinem angegliederten Internat, ist kein Gymnasium räumlich für eine Versorgung der Schüler gerüstet. Es müssten also geeignete Räumlichkeiten gefunden und die Ausstattung angeschafft werden. "Wobei wir Anbauten möglichst vermeiden wollen", wehrt Mußemann große Investitionen schon im Vorfeld ab. "Jetzt ist erstmal das Schulamt gefragt. Es soll den Bedarf ermitteln und bei den Eltern vorfühlen, ob die entstehenden Betreuungskosten für sie akzeptabel wären."

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