05.06.2004 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Bürgermeister Cerny rechtfertigt den Einspruch der Stadt: "Thema ist nicht neu"

von Jürgen Herda Kontakt Profil

Bürgermeister Michael Cerny versteht die ganze Aufregung nicht: "Das Thema ist nicht neu. Herr Mädler kennt die Thematik seit Herbst. Es ist nicht so, dass er da von der Stadt überfahren wurde - das ist ein legitimer Einspruch der Stadt, da ein Gewerbegebiet mit 50 Hektar nicht adäquat ist."

Die Gemeinde Ursensollen habe die Stadt über die Änderung ihres Flächennutzungsplanes informiert, worin 50 Hektar Gewerbefläche vorgesehen seien. Da man der Auffassung sei, dass dies dem Landesentwicklungsplan widerspreche, der für Gemeinden in dieser Größe nur Gewerbeflächen für den innerkommunalen Bedarf vorsehe, habe die Baureferentin Ursensollen aufgefordert, dazu Stellung zu beziehen. Cerny: "Bis heute kam darauf keine Reaktion. Und dann flattert uns ein halbes Jahr später plötzlich ein Bebauungsplan ins Haus."

Cerny empfiehlt den Nachbarn zudem, erst einmal das Gutachten des Planungsverbandes Nord (AZ berichtete) abzuwarten: "Die bisher gelaufenen Workshops bestätigen ebenfalls, dass die Oberzentren aufgrund ihrer Daseinsfürsorge im sozialen, schulischen und kulturellen Bereich einen Vorrang bei der Ausweisung von überregional bedeutsamen Gewerbegebieten haben müssen."

Dennoch sieht der Bürgermeister Möglichkeiten für eine einvernehmliche Lösung: "Ich könnte mir gut vorstellen, dass Ursensollen für den eigenen Bedarf eine angemessene Größe ausweist und einen zweiten Bereich entlang des Zubringers bei Ullersberg für den regionalen Bedarf, der zusammen mit Amberg als interkommunales Gewerbegebiet angelegt wird."

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