16.02.2004 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Autohaus Schwarzkopf feierte am Samstag Fiat-Zuwachs: "Fiat ist Standortfaktor für ein Oberzentrum"

von Jürgen Herda Kontakt Profil

"Ich freue mich, dass wir nach einem Jahr Pause Fiat wieder hier in Amberg haben", beglückwünschte OB Wolfgang Dandorfer am Samstag das Autohaus Schwarzkopf bei der offiziellen Eröffnung zur strategischen Entscheidung, die italienische Marke mit ins Sortiment zu nehmen. "Fiat ist ein wichtiger Standortfaktor für das Oberzentrum Amberg", stellte Dandorfer klar, der sich "viele verkaufte Autos wünscht, damit Gewerbesteuer in die Kassen gespült wird".

Reine Preisfrage

Dass auch Amberg für den Konzern aus Turin keine Lappalie ist, demonstrierte Fiat-Vertriebsdirektor Ingo Saupe, der als ranghöchster Vertreter des Herstellers angereist war. Gegenüber der AZ zeigte er sich zufrieden, dass seine Marke wieder in festen Händen ist: "Das war keine unwesentliche Investition hier in Amberg. Für uns ist es wichtig, dass wir in jedem Oberzentrum vertreten sind." Nach den Turbulenzen im Konzern - die Fiat Automobil AG, deutsche Vertriebsgesellschaft der italienischen Automobilmarken Alfa Romeo, Fiat und Lancia, hat im Jahr 2003 rund 14,8 Prozent weniger Fahrzeuge neu in den Verkehr gebracht - blickt Saupe optimistisch in die Zukunft: Für das Jahr 2004 plane die Fiat AG eine deutliche Erhöhung der Zulassungszahlen. Insgesamt sollen 116500 Pkw (88550 Fiat, 19750 Alfa Romeo und 8200 Lancia) abgesetzt werden; Zuwächse, die vor allem von den neuen Modellen - Fiat Panda, Fiat Idea, Alfa GT und Lancia Ypsilon - getragen werden sollen. Mit Blick auf die Konkurrenz im Autohaus Schwarzkopf ist Saupe sicher: "In diesem Preissegment spielt Image eine untergeordnete Rolle - der Preis ist entscheidend und da sind wir gut."

Automobiles Warenhaus

Geschäftsführer Klaus Götze ist davon überzeugt, dass dem "automobilen Warenhaus" die Zukunft gehört: "Es geht ja auch keiner in ein Bekleidungsgeschäft, in dem es nur Boss-Anzüge gibt." Zu den Marken Opel, Daewoo, Subaru und Suzuki kamen mit Fiat jetzt noch Alfa und Lancia hinzu. "Eine Herausforderung für unsere Verkäufer, die für die neuen Modelle geschult werden mussten."

Den südländischen Zuwachs, der in einer komplett neu gestalteten Ausstellungshalle untergebracht ist, feierte das Traditionshaus an der Bayreutherstraße am Wochenende mit einer italienischen Fiesta, bei der nach Schätzung Götzes rund 3500 Besucher der "dolce Vita" mit Pasta, Tiramisu, italienischem Barden, Dessous-Show und Faschings-Intermezzo frönten.

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