28.02.2004 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Am Rossmarkt 7 fand nach zwölf Jahren Leerstand ein Geschäft einen neuen Mieter: Leitbild für Wohnen und Handel

von Jürgen Herda Kontakt Profil

Die Quadratur des Kreises ist ein Kinderspiel dagegen: Zwölf Jahre stand das Haus am Rossmarkt 7 leer, kein Bauherr mochte sich zu einer Sanierung durchringen. "Die Ansprüche eines Geschäftsmanns und die Vorstellungen eines Denkmalpflegers lassen sich oft nur schwer miteinander vereinbaren", erklärt Architekt Roland Wochnick die vertane Zeit.

Ursprünglich im 16. Jahrhundert errichtet, wurde es zuletzt 1930 so gravierend umgebaut, dass es der Denkmalschutz nicht als schützenswert betrachtet. Vor- und Nachteil zugleich für die Bauherren Evi Schießl-Pfeiffer und Dr. Rolf Pfeiffer. Der Spielraum für bauliche Veränderungen wurde so größer, Zuschüsse waren dagegen Fehlanzeige.

Architekt Wochnick konnte mit einem kleinen Trick das größte Defizit des Gebäudes beseitigen: Durch die Koppelung der alten Ladenfläche mit einem erdgeschössigen Neubau im Innenhof entstand ein großzügiger Verkaufsraum. "Für heutige Ansprüche war der Laden im alten Zuschnitt einfach nicht mehr zu vermieten", ist sich Baureferentin Martina Dietrich sicher.

"Ich musste für diese städtebauliche Abwägung das gesamte Quartier miteinbeziehen, da es sich hier um eine Neuordnung des Grundstücks handelt", erklärt sie mit Fachtermini die Zustimmung zum Neubau. Und Bauherrin Evi Schießl-Pfeiffer grinst: "Ist ja relativ flott gegangen, in einem halben Jahr hatten wir die Genehmigung."

Für zukunftsweisend hält Dietrich diese Entscheidung: "Wir brauchen ein Leitbild für diese Stadt, das Wohnen und Handel in gleicher Weise berücksichtigt."

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