Neustadt/WN
Zoigl zu Kunst gemacht
Stefan Schadeck mit Ausstellung beim "Brucksaler" - Nur zwei Tage geöffnet
Neustadt/WN. (prh) Geselligkeit in uriger Atmosphäre, angenehme Gespräche, deftige Kost und süffiges Bier machen das Besondere am Zoigl aus. Der Neustädter Künstler Stefan Schadeck fängt diese Dinge seit einigen Jahren überaus treffend in seinen Werken ein. Am Samstag und Sonntag zeigt er die ungewöhnliche "Tischkultur" in einer Ausstellung.
Schadeck kehrt mit seinen Bildern an einen Originalschauplatz zurück. In der Zoiglstube "Beim Brucksaler" präsentiert er die Werke. Bereits zum zweiten Mal bringt Wirt Peter Steiner nach der Ausstellung mit Michael Fröhlich Zoigl und Kultur zusammen. Auf über 40 Ölbildern, Radierungen und Zwei-Farben-Holzschnitten hat Schadeck Szenen in Zoiglstuben und Stillleben rund ums Essen und Trinken dargestellt. Seine Ideen schöpft er aus Tausenden von Skizzen, die der Liebhaber des süffigen Hopfengetränks vor Ort in den urigen Stuben gefertigt hat. Die Originalszenen setzt er mit großem handwerklichen Können und künstlerischer Freiheit in seinen Bildern um.Menschen entdeckt
Zentrales Motiv ist meist der Mensch. Schadeck stellt die Personen nicht in der klassischen Form von Einzelporträts dar, sondern schafft Beziehungen zwischen den Menschen. Realität und Fiktion gehen fließend ineinander über. Originale wie das "Vetterl-Trio" und Zoiglwirt "Schoilmichl" oder der Wilchenreuther Gastwirt Willi Sommer finden sich in den Kulissen wieder. Auch eines seiner Hauptwerke, eine 60 Zentimeter breite Ätzradierung, auf der ebenfalls eine typische Wirtshausszene dargestellt wird, gibt es zu sehen.
Stefan Schadeck, gebürtiger Amberger und Jahrgang 1952, hat an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg studiert. Seinen Stil suchte und fand er bei Reise- und Maljahren in Spanien und Marokko. Seit 1982 wirkt er als Kunsterzieher am Neustädter Gymnasium. Durch Ausstellungen in ganz Bayern machte er immer wieder auf sich aufmerksam.
Vernissage für alle Bürger
Die Schau wird in einer Vernissage, zu der die Bevölkerung eingeladen ist, am Samstag um 19 Uhr eröffnet. Sie kann dann nur noch am Sonntag von 10 bis 16 Uhr besucht werden.
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