Amberg
Wenn kreative Köpfe am Stammtisch sitzen
Dann entsteht daraus ein neuer Kunst- und Kulturverein: Gründungsversammlung am 25. April im Casino
Dass in Amberg die Künstlerszene lebt, braucht keine Beweise mehr. Egal ob Theater, Ausstellungen, Musik oder Tanz - die kulturellen Angebote in der Vilsstadt sind extrem vielfältig und individuell. Jetzt soll ein weiterer Künstlerstein ins Rollen gebracht werden. A.K.T. nennt sich das neue Projekt, das am Mittwoch, 25. April, ab 19 Uhr im Casino mit einer Vereinsgründung auf den Weg gebracht wird. Einer der Mit-Initiatoren, der Amberger Opernsänger Stefan Reuther (47), erklärt, was es damit auf sich hat.Herr Reuther, was bedeutet A.K.T.?
Reuther: A.K.T. ist ein Verein für Kunst und Kultur, der im Casino gegründet wird. A.K.T. soll nicht nur Abkürzung, sondern auch Idee und Programm sein - deshalb bewusst die Punkte dazwischen. So gibt es den Akt in der Malerei, im Theater, in der Oper, in der Liebe. Eine genaue Definition über die Bedeutung der Anfangsbuchstaben ist bewusst ausgeschlossen, so dass verschiedene Deutungen möglich sind. Von Aktiver Kunst Treff über Amberger Kultur Tafel bis Allgemeiner Kunst Tempel ist alles lesbar.
Was wollen Sie mit dem Verein auf den Weg bringen?
Reuther: Der neue Verein stellt es sich zur Aufgabe, verschiedene Genres der Kunst, sei es Malerei, Musik, Theater, Tanz, zusammenzubringen und neue Ideen, Zusammenspiele und Formen aller Richtungen zu verbinden und voran zu bringen.
In welcher Form sollen diese unterschiedlichen Genres zusammengeführt werden?
Reuther: In neu angemieteten Räumen, dem ehemaligen Bekleidungshaus Möller in der Viehmarktgasse 4 (Berzl-Haus), werden in unregelmäßigen Abständen Performances, Proben, Lesungen, Ausstellungen oder kleine Konzerte geboten. Die etwa 200 Quadratmeter großen Räume werden derzeit renoviert und in circa zwei bis drei Monaten fertig sein. Geöffnet wird zwei- oder dreimal in der Woche. Je nach Bedarf.
Wer darf Mitglied werden?
Reuther: Jeder, der Interesse an einer Verbindung und Orientierung aller Künste und Kulturen untereinander hat, etwas aktiv dazu beitragen will oder den Verein unterstützen möchte. Der neue Verein wird gemeinnützig sein. Wir wollen Talente fördern, ein Forum bieten und Räume für Proben und Aufführungen zur Verfügung stellen. Der Mitgliedsbeitrag soll drei Euro im Monat betragen. Wer mehr geben will, darf das gerne.
Braucht Amberg eigentlich einen zweiten Kulturverein?
Reuther: Nein, es stört mich überhaupt nicht, wenn es noch einen oder andere Kulturvereine gibt. Im Gegenteil: Der bestehende Kulturverein beschäftigt sich mit der Filmkunst und dem Theater, und wir können uns ergänzen und gegenseitig bestärken. Die meisten Kunstvereine beschränken sich ja auf eine Form, sei es die bildende Kunst, Musik, Theater, Oper und so weiter. Wir möchten nicht konkurrieren, sondern ergänzen und zumindest ideell helfen.
Und wie sind Sie auf die Idee gekommen, diesen Verein zu gründen?
Reuther: Bei einem guten Essen am Stammtisch mit Achim Hüttner, Hans Graf, Wolfgang Münch und Sandro Maxim Baumgartl. Ich glaube, es war an einem Donnerstag und es gab Schweinsripperln.
Gestern
Donnerstag






