Amberg
Chaos an der Zapfsäule
Antenne-Bayern-Aktion nach 23 Minuten abgebrochen: "Riesensauerei"
Amberg. (roa) Verkehrschaos auf dem Kaiser-Wilhelm-Ring, Schimpfwörter an der Zapfsäule, echauffierte Autofahrer, Tumult im Kassenraum der Esso-Tankstelle und ein verärgerter Willy Moebius, der am Ende einem Kunden sogar Hausverbot aussprach - das ist die Bilanz der Zapfenstreich-Aktion von Antenne Bayern. Gegen 12 Uhr verkündete Moderatorin Kathie Kleff, die nächste Station für kostenlosen Sprit-Ausschank im Freistaat: Amberg.
|
| Stau auf dem Altstadt-Ring von der Esso-Tankstelle bis zur Fachhochschule: Eine Aktion des Senders Antenne Bayern hatte das Chaos ausgelöst. (Bild: Unger) |
Nach 23 Minuten war Schluss mit Gratis-Sprit. "Ich finde, das ist eine Riesensauerei", sagte der Tankstellenbetreiber, der wie die Radio-Hörer davon ausging, dass die Aktion "Zapfenstreich" eine Stunde dauert. "Aber plötzlich wurde alles eingestellt, angeblich weil es die Polizei ihnen gesagt hätte", sagte Moebius und fügte hinzu: "Ich bin stinksauer."
Antenne-Bayern-Pressereferent Stefan Asfalg erklärte dazu: "Ein Verkehrschaos ließ sich leider nicht vermeiden, der Ansturm auf die Tankstelle war enorm, so dass sich schon nach wenigen Minuten ein Stau bildete und die Aktion aus Sicherheitsgründen vorzeitig abgebrochen werden musste." Polizeipressesprecher Peter Krämer berichtete, dass keiner seiner Kollegen vor Ort nahe gelegt hätte, den "Zapfenstreich" abzublasen.
Stattdessen mussten die Beamten im Kassenraum der Tankstelle einschreiten. Die Emotionen der Kunden kochten hoch. Viele wollten ihre Rechnungen nicht bezahlen. In einem Fall eskalierte die Diskussion und Willy Moebius sprach sogar ein Hausverbot aus.
Doch nicht nur das schnelle Ende störte den Tankstellenbetreiber: "Es wurden maximal sechs Mann angekündigt, tatsächlich erschienen nur zwei von Antenne Bayern." Vorab-Bedingung sei gewesen, dass ausschließlich die Radio-Leute die Zapfsäulen bedienen. Seiner Meinung nach sei so "der Umsatz absichtlich niedrig gehalten worden".
Willy Moebius: "Ich möchte mich bei allen Beteiligten dafür entschuldigen, dass sie darauf hereingefallen sind. Auch ich wusste nichts davon, dass nach 23 Minuten Schluss ist."
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.








