Wurz
Regen beschert kräftige Einbußen
Wurzer Sommerkonzerte: 40 Prozent weniger Besucher - Nächstes Jahr Rückkehr zu den Wurzeln
Wurz. (apz) Mozart brachte trotz seines 250. Geburtstages kein Glück. Der verregnete Sommer sorgte dafür, dass neun der zwölf Konzerte nicht im Garten des alten Pfarrhofs, sondern unter Dach, im Marstall oder in der Matthäuskirche, stattfinden mussten.
Veranstalterin Dr. Rita Kielhorn hat daher starke finanzielle Einbußen zu verzeichnen, da mit 1500 Besuchern rund 40 Prozent weniger Musikfreunde als im letzten Jahr kamen. "Nur das Stammpublikum, die absoluten Wurz-Fans, hielten diesen Sommer die Treue," stellt die Berlinerin fest.Viel versprechender Auftakt
Dabei hatte am letzten Juli-Wochenende alles so gut angefangen, im Freien mit 400 Besuchern und Harmoniemusik vom "Ensemble Opera Concertante" vom Gärtnerplatztheater München, gefolgt vom Rodin-Quartett, und einer Lesung mit Hans-Jürgen Schatz. Hier wie bei den folgenden Veranstaltungen wurde die Persönlichkeit Wolfgang Amadeus Mozarts von unterschiedlichen Seiten beleuchtet. Mit dem Thema "Wunderkinder" gehörte erstmals auch ein musikwissenschaftlicher Vortrag zur Reihe. Die Berliner Musikwissenschaftlerin Bettina Brand, Gestalterin des Wurzer Programmhefts, wird zukünftig jede Saison auch auf diese Weise ihren Beitrag leisten.
Brückenschlag
Doch am Ende waren es nur drei Veranstaltungen gewesen, die unter freiem Himmel genossen werden konnten. Den Höhepunkt aller Darbietungen markierte am vergangenen Samstag der Abend mit dem Prager "Martinu-Quartett", der allein nochmals 200 Besucher in den Garten zog, mit Werken von Mozart und Borodin. Hier war erstmals ein Kamerateam des Bayerischen Rundfunks anwesend. Den Schlusspunkt setzte am ersten September-Sonntag ein Nachmittag im Marstall mit "Liedern eines fahrenden Gesellen."
Für das nächste Jahr keineswegs entmutigt blickt Kielhorn dem 20. Jubiläum entgegen. Noch vor dem Mauerfall hatte sie begonnen, mit Musik die Brücke zwischen Ost und West zu schlagen. Daher soll die 20. Konzertreihe Musiker des ersten Sommers wie das "Berliner Posaunenquartett", aber auch Neuheiten wie ein zehnköpfiges Cellisten-Ensemble aus St. Petersburg bescheren. Und das Wetter kann dann nur besser sein ...
Heute
Gestern






