Oed
Schmuckstück mit offenen Pforten
Oedmühle lockte zahlreiche Besucher an - Recht unterhaltsame Stunden durch Rahmenprogramm
Oed. (fm) Das Interesse weiter Teile der Bevölkerung an gut erhaltenen Mühlendenkmälern ist nach wie vor ungebrochen. Beim bundesweiten "Deutschen Mühlentag" hatte auch die Oedmühle - sowohl vom eindrucksvollen Gebäude als auch der erhaltenen Mühlentechnik von vor über 70 Jahren ein besonderes Denkmal - seine Pforten geöffnet. Dies nutzten viele Besucher aus der ganzen Region vom Nürnberger Raum bis Weiden, die daneben ein nettes Rahmenprogramm genossen.
Die beiden Eigentümer Gabriele Leonie und Fabian Bräutigam hatten neben den Gruppenführungen durch das Gebäude mit den gut erhaltenen Mahlanlagen noch ein kindgerechtes Rahmenprogramm vorbereitet. So kamen gerade Familien in den Genuss einiger unterhaltsamer Stunden, da auch für Speis und Trank gesorgt worden war.Für den Hauptzweck "Mühlenbesichtigung" formierte sich den ganzen Tag über eine Schlange mit geduldig wartenden Besuchern vor dem Einlass in den früheren Transmissionsraum. Hier war früher die "Energiezentrale" der Mühle, da nach der Wassernutzung mit einem Mühlrad im Jahr 1930 eine Turbine den Strom für die Maschinenanlage lieferte.
Gabriele Bräutigam stieg mit ihnen vom Untergeschoss bis in die oberen Böden des hohen Giebelbaues, da alle fünf Geschosse früher für die Mühle genutzt wurden. Das Erzählen über Geschichte und Ablauf der Mehlherstellung ergänzte die Besichtigung der Gerätschaften und Anlagen bis zu den fünf Walzenstühlen aus dem Jahr 1929 als Kernstück des Mahlvorgangs.
Eine Kurzfassung der Mühlengeschichte und -technik ließ sich auch Landrat Armin Nentwig nicht entgehen, der die gelungene Sanierung mit Schaffung eines Schmuckstücks sehr lobte. Danach konnte man sich stärken und gemütlich im Garten verweilen oder mit den Kindern das besondere Spiel- und Bastelangebot nutzen.
So gab es ständig Gedränge in der alten Wirtsstube, in der Tanja Seitz und Andrea Pilhofer von der Schreinerei Seitz beim Basteln und Bemalen von Kreiseln oder Tierfiguren mithalfen. Das Material wurde spendiert, die selbst gefertigten Teile durften die Kleinen mitnehmen.
Beim Mühlespiel mit Natursteinen ging es nachdenklich zu, da natürlich jeder gewinnen wollte. Etliche Nüsse zu knacken gab es bei der "Mühlenrallye", die den Grips von jung und älter stark beanspruchte. Bei den kniffligen Fragen zum ganzen Bereich Oedmühle und Müllerhandwerk mussten Eltern und Kinder zusammen die richtigen Antworten überlegen.
Den "Vogel" mit allen richtigen Antworten schoss Michael Hidorakis aus Nürnberg ab, der dafür eine Familienkarte für einen Tag im Playmobilland in Stein gewann. Den Spendenerlös der Besucher gibt die Familie Bräutigam übrigens an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz weiter, die damit gezielt den Wiederaufbau der Dorfkirche in Hermannsacker unterstützt.
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