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Von Anastasia Poscharsky-Ziegler  |  08.05.2006  | Netzcode: 10874099  |  505 Mal gelesen.
Berlin

"Zuhause gehören dir auch die Katastrophen"

Zu Gast bei den 22. Weidener Literaturtagen: die Autorin Ulrike Draesner - Teil XII

Berlin. Ulrike Draesner lebt als geborene Münchnerin in Berlin. Nach dem Studium von Germanistik, Anglistik und Philosophie in München und Oxford arbeitet sie vier Jahre als wissenschaftliche Assitentin an der Universität München. Sie ist seit 1994 freie Autorin.

Ulrike Daesner
Ulrike Daesner. (Bild: Daniel Biskup)
Ulrike Draesner nimmt an der 2. Kollektivlesung, am 13. Mai (20 Uhr) in der Regionalbibliothek teil und stellt ihr Buch "Spiele" (Luchterhand Verlag) vor. Die Kulturredaktion fragte Ulrike Draesner nach ihrem Heimatbegriff.

Heimat ist das Gegenteil von Fremde, das Museum unserer Kindheit, der Fluchtpunkt der Erinnerung. Welche Assoziationen fallen Ihnen zu "Heimat" spontan ein?

Draesner: Zuhause ist, wo dir auch die Katastrophen gehören.

Für den Philosophen Ernst Bloch war die Heimat die Zielsetzung allen Hoffens", niemals ein Ort, sondern ein Prozess. Für Hilde Domin war das Meer die Heimat, für Herbert Achternbusch ist sie das Ewige, Lautlose ... und für Sie?

Draesner: Ein Fragezeichen.

Wo liegt Ihre persönliche Heimat? Ist das ein Garten, eine Stadt, oder wo der Schreibtisch steht?

Draesner: In mir.

Welche Rolle spielt Heimat in Ihrem schriftstellerischen Werk?

Draesner: Dies herauszufinden, überlasse ich gern meinen Lesern.

Woran arbeiten Sie gerade?

Draesner: An einer Liebesnovelle.

Sind Ihnen die Literaturtage ein Begriff? Mit welchen Erwartungen kommen Sie nach Weiden?

Draesner: Ich bin neugierig.

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