VohenstrauÃ
Aktive haben die besten Chancen
Körperliche und geistige Leistungsfähigkeit von Jugendlichen Ziel eines Projekts der Volkshochschule
VohenstrauÃ. (dob) Erholte und motivierte Menschen sind leistungsfähiger und erzielen meistens eher einen Erfolg. Darauf zielt eine Ausbildungs- und Berufsvorbereitungs-Maßnahme für Jugendliche und junge Erwachsene mit Schwerpunkt körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Dies ist ein weiteres Mikroprojekt der Volkshochschule (VHS) unter dem Namen "motion-projekt".
Projektleiterin ist Angelika Meindl und ihr Projektpartner Rudi Hüttner. Meindl, die aus dem Gesundheitsbereich der VHS kommt, sieht besonders den ganzheitlichen Menschen. "Wenn die drei Bereiche Körper, Geist und Seele sehr beweglich und in Einklang sind, ist der Mensch leistungsfähiger und erfolgreicher". Ein aktiver Lebensstil umfasst sowohl bewegte Alltagsaktivitäten und Sport als auch eine gesunde Ernährungsweise.All das versucht sie, den Jugendlichen derzeit beizubringen. Das Projekt sei modular aufgebaut, informiert sie. Demzufolge will das Konzept des biopsychosozialen Gesundheitsmodells mit Bewegung, Spiel und körperlichem Training eine Veränderung physiologischer, motorischer, psychologischer, sozialer und kognitiver Aspekte erreichen.
In Workshops, Kursen für Beratung oder Coaching sowie Leistungsfeststellung sollen die jungen Menschen und Schulabgänger auf die wachsenden Anforderungen im Berufsleben vorbereitet sein. Zentraler Bestandteil des Projektes sind außerdem das Erstellen von professionellen Bewerbungsunterlagen, Bewerbungstraining, Einzelberatungen, EDV-Schulungen und Gedächtnistraining.
"Nur wenn ich weiß, was ich will, kann ich meine Chancen nutzen", ist Hüttner überzeugt. Er bereitet die Jugendlichen hauptsächlich auf ihre Bewerbungen vor. Heutzutage werden bei vielen Firmen hohe Ansprüche an die Auszubildenden gestellt. Den eigentlichen Schwerpunkt des Mikroprojektes, das durch "LOS - "Lokales Kapital für soziale Zwecke" finanziert wird, sieht Rudi Hüttner in der beruflichen Orientierung.
Darum sei es von enormer Bedeutung, dass Schulabgänger bei Praktika verschiedene Berufsfelder erleben. "Es gilt, rechtzeitig die Fühler auszustrecken", ergänzt er. Vor allem Branchen wie der IT-Bereich, Metallberufe, kaufmännische Berufe oder Polizei und Bundeswehr interessieren die 53 Teilnehmer vorrangig.
Damit die einzelnen Berufsfelder besser vermittelt oder Informationslücken geschlossen werden können, haben die Projektleiter nun einen Sporttest ähnlich der Einstellungsprüfung in den Polizeidienst ermöglicht. Dazu dürfen die Jugendlichen im Fitnesscenter TOP/FIT bei Sport-Reha-Trainerin Manuela Vogt einen Drei-Stufen-Ergometertest, Sit-ups oder Hanteltests durchführen.
Es gelten dabei die gleichen Ausschlusskriterien wie bei der Polizei. Denn eines ist sicher: "Aktive haben die besten Chancen im Berufsleben". Letztlich könnten alle von diesem Projekt profitieren. Bis 30. Juni wollen die Teilnehmer die Zeit noch intensiv nutzen. Wer weiß, vielleicht laufen dann auch die Bewerbungsgespräche positiv.
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