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Von (am)  |  26.11.2005  | Netzcode: 10798386  |  701 Mal gelesen.
Nabburg

Unterführung der Bahn bleibt Ziel

Bürgermeister: Staatliche Behörden stehen hinter dem Beschluss des Stadtrates

Das Staatliche Straßenbauamt in Sulzbach-Rosenberg geht in die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG mit dem Ziel, zur Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs die Rahmenplantrasse mit Bau einer Unterführung zu verwirklichen. Und in diese Gespräche wird die Stadt Nabburg eingebunden. Mit dieser Nachricht wartete Bürgermeister Josef Fischer in dieser Woche in der Stadtratssitzung auf.

Fischer berichtete von Gesprächen mit der Regierung und dem Straßenbauamt. Das von ihm übermittelte Ergebnis: Der vor zwei Jahren gefasste Beschluss des Stadtrates, zwischen Nordgauhalle und Austraße eine Unterführung der Bahnlinie zu bauen, werde anerkannt, der zwischenzeitlich vom Straßenbauamt ins Gespräch gebrachte Bau einer Überführung nicht konkretisiert.

Auch in der Bürgerversammlung nahm der Bürgermeister zu dem Dauerbrenner der Stadtpolitik Stellung. "Die kilometerlangen Staus, verursacht durch den Bahnübergang, machen uns immer wieder deutlich, dass der Handlungsbedarf längst überfällig ist", betonte er. Trotzdem werde noch immer versucht, Sand ins Getriebe zu bringen, nachdem bereits 2001 eine unwiederbringliche Chance vertan worden sei. Der Gestaltungsmehrheit im Stadtrat sei es ein echtes Anliegen, dass nun in Kürze der entscheidende Durchbruch gelingt.



Josef Fischer wandte sich energisch dagegen, die in der Rahmenplantrasse enthaltene Unterführung schlecht zu reden. Sie könne freilich hochwassersicher gebaut werden, das koste natürlich etwas. "Aber dieses Geld muss für die Stadt Nabburg nach 30 Jahren geduldigen Wartens schon noch da sein", meinte er. Fischer wörtlich: "Wer weiterhin versucht diese Lösung zu verhindern - ja was soll man da sagen? Im Mittelalter hat man solche Leute aus der Stadt gejagt!" Er forderte: "Politiker, die nur Ängste schüren, Entscheidungen untergraben, nur verhindern wollen und keine Alternativen aufzeigen können, sollten ins Abseits gestellt werden."

"Voll und ganz"



Nur mit Mut für die Zukunft ließen sich solche Missstände beseitigen. "Eine deutliche Mehrheit im Stadtrat hat diesen Mut, und ich lade alle anderen Stadträte dazu ein, sich dort einzureihen", fügte er hinzu. Begleitet von Zwischenapplaus versicherte der Bürgermeister, "dass die Oberste Baubehörde und damit das Bayerische Innenministerium, die Regierung der Oberpfalz und nunmehr auch voll und ganz das Straßenbauamt Sulzbach-Rosenberg diese Rahmenplantrasse mit einer Unterführung unterstützen werden".

Über den weiteren Verlauf der Bürgerversammlung, in der es nach dem Bericht des Bürgermeisters keine einzige Wortmeldung aus den Reihen der etwa 150 Besucher gab, werden wir in einer unserer nächsten Ausgaben noch ausführlich berichten.


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