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17.11.2005  | Netzcode: 10794668  |  354 Mal gelesen.

Hintergrund-Information

Die Neuregelung der Laiengremien in der Diözese Regensburg

Die Reform der Laiengremien in der Diözese Regensburg hat für aktive Katholiken Konsequenzen. Bisher waren die katholischen Laien auf drei Ebenen in das kirchliche Leben im Bistum eingebunden: mit den Pfarrgemeinderäten, den Dekanatsräten und dem Diözesanrat. Die 33 Dekanatsrats-Gremien zwischen dem Dekanat Kemnath-Wunsiedel im Norden und dem Dekanat Eggenfelden im Süden der Diözese wurden mit der Verkündigung der Reform am Dienstag faktisch abgeschafft.

Aufgelöst wurde gleichzeitig auch der Diözesanrat, der im Bistum Regensburg aus mehr als 70 Mitgliedern bestand: Vertretern von Dekanaten, Verbänden und geistlichen Bewegungen und Beauftragten des Bischofs. Ihre Aufgabe war es laut bisheriger Satzung, "die Entwicklung im gesellschaftlichen, staatlichen und kirchlichen Leben zu beobachten und die Anliegen der Katholiken des Bistums in Kirche und Öffentlichkeit zu vertreten" sowie "zu Fragen des öffentlichen und kirchlichen Lebens Stellung zu nehmen, Anregungen an den Priesterrat ... zu geben, sowie den Bischof zu beraten."

An die Stelle des Diözesanrats rückt ein "Diözesanpastoralrat" als Beratungsgremium des Bischofs in Seelsorge-Angelegenheiten. Alle 39 Mitglieder - zwei Drittel Laien und ein Drittel Geistliche - werden vom Bischof ernannt. Als "Sprachrohr der Kirche nach außen" soll außerdem ein Diözesankomitee benannt werden, das aus Vertretern der Verbände und geistlichen Gemeinschaften besteht. Die 770 Pfarrgemeinderäte in der Diözese wird es weiter geben, allerdings in einer veränderten Form. Bisher wurde der Vorsitzende dieses Gremiums aus der Runde der Pfarrgemeinderatsmitglieder gewählt. Ab sofort ist der jeweilige Pfarrer automatisch Vorsitzender.

Die Mitglieder wählen nur noch einen "Pfarrgemeinderatssprecher". Im Gegensatz zu bisher sind die Sitzungen der Pfarrgemeinderäte nicht mehr öffentlich. "Mit Ausnahme von Personalangelegenheiten kann dem Antrag auf Öffentlichkeit zu einzelnen Tagesordnungspunkten aufgrund eines mit 2/3-Mehrheit gefassten Beschlusses und mit Zustimmung des Priesters entsprochen werden", heißt es dazu in der neuen Satzung. Die nächsten Pfarrgemeinderatswahlen finden am 12. März 2006 unter dem Motto: "Aus Überzeugung kandidieren, wählen, mitmachen" statt. (upl)

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