München
Nur für Dachdecker gedacht: Dirndl-Look darf bleiben
Handwerk erzürnt: EU-Schnapsidee neue Belastung
Kubosch nannte dies in München schlicht eine "Fehlauslegung". Die neue EU-Richtlinie, die sich derzeit noch im Gesetzgebungsverfahren befindet, beziehe sich lediglich auf Risikoberufe, bei denen Arbeitnehmer extremen Sonnenstrahlen ausgesetzt sind. "Die Bedienungen in den Münchner Biergärten gehören sicher nicht dazu", betonte der EU-Vertreter. Mittlerweile reagiert auch das Handwerk auf die geplante EU-"Sonnenrichtlinie". Handwerkstag-Präsident MdL Heinrich Traublinger sieht sie als erneuten Beweis der Realitätsferne der Brüsseler Bürokraten.
Die Richtlinie schreibe nicht nur den Schutz vor künstlichen Quellen wie Lasergeräten vor, sondern auch vor "natürlichen Quellen optischer Strahlung", eben vor Sonnenstrahlen. Dies gehe für Arbeitnehmer, die im ja auch im Urlaub Eigenverantwortung für ihre Gesundheit trügen, weit über die vorhandenen Arbeitsschutzgesetze hinaus und erhöhe die bürokratischen Belastungen für Unternehmen, vor allem für das Baugewerbe. Der Arbeitgeber könne nicht überwachen, ob sich der Beschäftigte mit Sonnenschutzcreme einreibe. Traublinger bittet Ministerpräsident Edmund Stoiber in einem Brief, sich für einen Stopp der unsinnigen Richtlinie einzusetzen.
















































































