Schwandorf/Amberg
Verbandsdirektor Denk auf der Anklagebank
Verdacht des Meineids im "Jäger-Prozess" - Verhandlung im September vor dem Amberger Schöffengericht
Schwandorf/Amberg. Die Staatsanwaltschaft Amberg hat Anklage wegen des Verdachts des Meineids gegen den Direktor und Geschäftsführer des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf, ZMS, Horst Denk (60), erhoben. Das bestätigte Leitender Oberstaatsanwalt Kurt Wiedemann am Montag auf Anfrage.
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| Des Meineides verdächtigt: Horst Denk. (Bild: Götz) |
Der 60-jährige, hochrangige Angestellte im Öffentlichen Dienst war nur am Rande dieses Mammutverfahrens wegen Abrechnungsmanipulationen rund um einen Straßenbau Anfang bis Mitte der 90er Jahre ins Blickfeld der Staatsanwaltschaft geraten.
Terrasse saniert?
Der damalige, recht umstrittene Hauptbelastungszeuge im "Jäger-Prozess" hatte bei einer seiner Vernehmungen vage angegeben, dass ebenso wie in Wackersdorf auch rund um einen in Aussicht gestellten Auftrag des Schwandorfer Müllkraftwerkes hätte geschoben werden sollen. Zugunsten einer Terrassensanierung bei Denk. Der ZMS-Direktor hatte diese Anschuldigungen als Zeuge von sich weisen können und seine Angaben beeidet. Später kamen Zweifel an der Richtigkeit dieser Darstellung auf.
Der "Jäger-Prozess" endete für den Wackersdorfer Bürgermeister und seinen Bauhofleiter mit einer Verfahrenseinstellung. Ein mitangeklagter Landschaftsarchitekt wurde dagegen wegen Betrugs schuldig gesprochen. Dieser Mann war wiederum ebenso wie der Belastungszeuge in die Terassensanierung am Privatanwesen Denk eingebunden.
Denk schweigt
Der ZMS-Direktor wollte sich am Montag unter dem Hinweis, es handle sich um ein schwebendes Verfahren, nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen äußern. Meineid wird im Fall eines Schuldspruches mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr belegt. Der "Jäger-Prozess" hatte bereits ein Strafverfahren wegen Falschaussage nach sich gezogen. Zu Last gelegt wurde sie dem Wackersdorfer Hauptamtsleiter. Ein Schuldspruch der ersten Instanz wurde im Berufungsprozess als Freispruch wieder aufgehoben.









































































