Kirchenthumbach
Michael Sporrer kann aufatmen
Gigantische Geburtstagsparty des Vereins "Hilfe für Anja" übertrifft alle Erwartungen
"Glaub an dich, du schaffst es." Diesen Satz gibt "Anja" ihrer Namensvetterin mit auf den Weg. Im vereinseigenen Gästebuch auf der Homepage von "Hilfe für Anja" ist eindrucksvoll abzulesen, wie viel Beachtung, wie viel Respekt und Solidarität die Hilfsaktion findet, die seit fünf Jahren ein Engagement für andere beweist, wie es die Region bis dahin noch nicht gesehen hat.Und nun kommt Vorsitzender Michael Sporrer endlich dazu, einige dankende Worte zurückzugeben. Nach drei Tagen Party, nach "Generation X", "Justice" und Hakan Turan ist am Samstag, dem letzten Tag des Festes zum fünfjährigen Bestehen, Zeit, Rückschau zu halten. "Ein Fest, das Seinesgleichen sucht", so Michael Sporrers Fazit.
Und wirklich: Vor fünf Jahren, als die Sache mit einer spontanen Aktion des Nürnberg-Fanclubs vor dem Frankenstadion ihren Anfang nahm, hätte sich wohl keiner der Beteiligten ausgemalt, dass heute bereits 16 000 Menschen über den Verein als Knochenmarkspender typisiert wurden, dass 30 Spender ausfindig gemacht und damit 30 fremde Leben gerettet werden konnten.
Dabei waren die Anfänge alles andere als glücklich. "Als damals in kürzester Zeit drei Todesfälle zu betrauern waren, ohne dass unsere Aktionen irgendetwas gebracht hätten, waren wir schon kurz davor, aufzugeben", erzählt Sporrer. Doch die Helfer machten weiter und sind sich sicher: "Gut, dass wir weitergemacht haben." Ein wenig gerührt klingt Michael Sporrer, wenn er aus der Vereinsgeschichte erzählt. Etwa, wie beim Benefizspiel des 1. FC Nürnberg die Sprechchöre der Fans über den Platz klangen: "Steht auf, wenn ihr für Anja seid."
"Stolz und dankbar"
Die Fans standen hinter Anja, und Kirchenthumbach steht hinter dem Verein: "Stolz und dankbar" ist Bürgermeister Fritz Fürk darüber, der Gruppe eine Heimat zu bieten. Ähnlich erfreut zeigt sich Towa Wilhelmson von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) über die Erfolge des Vereins. Einen Apfelbaum schenkte die DKMS den Kirchenthumbachern. "Denn wie bei Ihnen entsteht der durch einen kleinen Kern, der zu einem großen Baum heranwächst und Früchte trägt."
Nach den Reden und Grußworten hat Michael Sporrer dann endlich für etwas Zeit, was ihm seit Mittwoch nicht mehr vergönnt war: hinsetzen und ausruhen. "Es ist einfach großartig gelaufen", meint er zufrieden bei einem Glas Bier. Im Zelt geht die Party weiter: Die "Steinwaldfüchse" haben schon lange dafür gesorgt, dass die Besucher auf den Bänken stehen. Ohne Gage zu verlangen, genau wie alle anderen Bands, die bei "Rock for Life" auf der Bühne standen.
Die Veranstalter können auf ein Fest zurückblicken, bei dem viele so dachten, wie es "Anja" im Gästebuch der Namensgeberin des Vereins verspricht: "Eine Party nur für dich. Natürlich gehe ich da hin!"
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