Oed
Altes Handwerk, Kunst und Spiele
Eine attraktive Mischung zum Tag der offenen Tür in der Oedmühle - Turnier an fünf Brettern
Oed. (fm) Liebhaber der Technik vergangener Tage kamen bei der Besichtigung der Oedmühle voll auf ihre Kosten. Am "Deutschen Mühlentag" öffnete der imposante, sonst nicht zugängliche Bau seine Pforten. Kunsthandwerker und Biobetriebe ergänzten das Angebot. Erstmals lief auch ein Turnier, bei dem der Mühle(n)-Meister ermittelt wurde.
Der markanteste Bau des kleinen Orts im tief eingeschnittenen Lehental zog beim jährlich einmal stattfindenden "Tag der offenen Tür" viele Besucher aus nah und fern an. Sie kamen als Wanderer zu Fuß, mit Fahrrädern, Autos oder der Eisenbahn und sorgten für ein reges Treiben auf dem ausgedehnten Gelände.Am meisten interessierte der fast vollständig erhaltene Mahlbetrieb aus dem Jahr 1929 mit seinen verschiedenen Gerätschaften und Maschinen, verteilt auf fünf Geschosse unter dem mächtigen Dach. Da nahm man auch mal eine Wartezeit in Kauf, um eine Führung mitzuerleben, bei denen sich die Eigentümer Fabian und Gabriele Leonie Bräutigam ablösten.
Treppauf, treppab
Das ausgeklügelte Transmissionssystem zur Kraftübertragung auf die vielen Maschinen und die vier Mahlwerke ließ erahnen, dass es beim Betrieb nicht gerade leise zuging. Die Erläuterungen der verschiedenen Arbeitsgänge beim treppauf, treppab über knarrende Dielen erinnerten an das mühevolle und staubige Handwerk, bei dem das Korn in weißes Mehl verwandelt wurde.
Wer gerade nicht bei einer Führung unterwegs war, konnte in Hofraum und Garten Töpferwaren und Keramikartikel von Kunsthandwerkern der Region bewundern und als Schmuck mit nach Hause nehmen.
Spargel aus der Holledau
Auch der Eierlikör, Nudeln und besondere Öle eines Biobauern sowie der frisch gestochene Spargel aus der Holledau lockten zum Mitnehmen. Die Damen legten auch einen Stopp bei den handgewebten Kissen, Tischdecken und Sets aus Leinen ein.
Spielerische Unterhaltung konnte man sich mit der Teilnahme am Mühleturnier verschaffen, wo auf fünf Bierbänken das alte Brettspiel ablief. Die Sieger freuten sich über kleine Sachpreise. Für eine Stärkung war auch gesorgt, ob am Ausschank im alten Bäckerstadel oder in der Küche der Mühle. Das Verweilen in der zwanglosen Atmosphäre bescherte jedem ein paar nette Stunden.
Heute
Gestern








