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Von (pk)  |  29.04.2005  | Netzcode: 10709784  |  87 Mal gelesen.
Regensburg

Geld für Innenstädte

16 Kommunen in der Oberpfalz sollen vom Förderprogramm "Stadtumbau West" profitieren

Die einen haben Industriebrachen mitten in der Stadt, die anderen leer stehende Kasernen. Für die Städte und Gemeinden der Oberpfalz, die hier dringenden Handlungsbedarf haben, gibt es ein neues Förderprogramm: "Stadtumbau West" heißt es, fünf Kommunen wurden 2004 darin aufgenommen, elf weitere sind in der Warteschleife.

Schon seit längerer Zeit gelten Innenstädte und Ortszentren als zentrales Aufgabengebiet der Städteförderung in Bayern. Dort, wo der wirtschaftliche Strukturwandel und die demografische Entwicklung leerstehende Gebäude und Siedlungsflächen hinterlässt, soll nun angeschoben werden. Die bis zum Jahr 2006 vom Freistaat zur Verfügung gestellten vier Millionen Euro sind da nicht eben viel, das bemerkte auch Regierungspräsident Dr. Wolfgang Kunert bei einer Informationsbesprechung gestern in der Regierung der Oberpfalz. Aber ein Anfang ist gemacht, in Ausnahmefällen beträgt der Fördersatz 80 Prozent.

Wohnungen stehen leer



Ziel ist es, die Städte frühzeitig an strukturelle Entwicklungen wie das Wegbrechen von Industrien und Arbeitsplätzen, an überdurchschnittlichen Leerstand von Wohnungen, Bevölkerungsrückgang und Siedlungswandel anzupassen. "Weg vom gesteuerten Wachstum hin zu geordnetem Umbau", heißt die Devise, Qualität soll gesichert werden, wo früher Quantität geschaffen wurde. Für Städte wie Sulzbach-Rosenberg, das neben Tirschenreuth, Waldsassen, Nittenau und Hemau in das Förderprogramm "Stadtumbau West" aufgenommen wurde, bedeutet das Hilfestellung bei mannigfachen Problemen. Denn ein Teil des 79 Hektar großen Werksgeländes der früheren Eisenhütte steht unter Denkmalschutz, der heutige Grundstückseigner ist privat, Altlasten sind vorhanden. Da sind Planungsgespräche mit Unterstützung der Regierung wichtig.

Auch Nittenau hat mit einer 29 Hektar großen Industriebrache zu kämpfen, die durch die Insolvenz einer Holz- und Spanplattenfabrik entstand. Tirschenreuth hat dem gegenüber ein eher kleines Problem mit der Stabilisierung seines Stadtkerns, der Wiederbelebung von Häusern und Wohnungen und der Entwicklung eines Naherholungsgebietes. Waldsassen will eine seit 13 Jahren bestehende Industriebrache und die verfallenden ehemaligen Wirtschaftsgebäude der Abtei neuer Nutzung zuführen.

Zukunftsprojekte



Für 2005 wurden Erbendorf, Eschenbach, Kötzting, Neunburg vorm Wald, Vohenstrauß und Waldmünchen zur Aufnahme in den "Stadtumbau West" vorgeschlagen. Weiter interessieren sich Mitterteich, Parsberg, Roding, Rötz und Neustadt/ Waldnaab sehr für das Programm und haben zum Teil schon Aufnahmeanträge gestellt.


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