Positive Signale von der CeBIT
High-Tech-Branche in Deutschland mitten in einem stabilen Aufschwung
Hannover (dpa) - Mit einem kräftigen und stabilen Aufschwung eilt die High-Tech-Industrie nach mehreren mageren Jahren wieder der Gesamtwirtschaft voraus: Getrieben vom erwarteten Durchbruch neuer Technologien wie UMTS und einem Boom der IT-Dienstleistungen dürfte die Branche 2005 um 3,4 Prozent und im kommenden Jahr um weitere 3,1 Prozent auf 140 Milliarden Euro wachsen. Zudem sollen nach einer Entlassungswelle in den vergangenen Jahren wieder tausende IT-Jobs geschaffen werden. Diese Prognose gab der Präsident des Branchenverbandes BITKOM, Willi Berchtold, am Mittwoch auf der Computermesse CeBIT in Hannover.
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| Bundeskanzler Gerhard Schröder bei der Eröffnung der CeBIT 2005 am Mittwochabend in Hannover. (Bilder: dpa) |
Der Chef der Telekom-Tochter T-Systems, Konrad Reiss, sprach von einer "Aufbruchstimmung". Die CeBIT ist die weltweit wichtigste Branchenschau mit 6270 (Vorjahr: 6109) Ausstellern. Besucher können sich von Donnerstag an eine knappe Woche lang über Neuigkeiten aus der Computerwelt und der Telekommunikation informieren.
Bereits 2004 war die Branche nach mehreren mageren Jahren wieder auf Wachstumskurs gegangen. Nun sei die Schwächephase der Jahre 2001 bis 2003 "endgültig überwunden", sagte Berchtold. Die IT-Industrie wachse deutlich schneller als die Gesamtwirtschaft. Vor allem bei Software-Anbietern und IT-Dienstleistern liefen die Geschäfte besser, sagte der BITKOM-Chef.
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| Kurz vor Öffnung der Tore: Ein Mann macht vor einer riesigen Handy-Werbung sauber. |
BITKOM bleibt bei der Einschätzung, dass in der Branche 2005 erstmals seit dem Boomjahr 2000 mit damals 820 000 Beschäftigten wieder neue Jobs entstehen, und zwar rund 10 000. Insgesamt gebe es 2005 rund 756 000 Arbeitsplätze, mit weiter steigendem Trend.
Gehemmt wird der Stellenaufbau allerdings von einem Mangel an Fachkräften. Im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten sei die Zahl der Hochschulabsolventen bei den Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie in Informatik und Mathematik stark rückläufig, sagte der Direktor des Verbands Deutscher Ingenieure (VDI), Willi Fuchs.
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| Funkstille: Zwei CeBIT-Aussteller diskutieren vor einer Videowand, auf der ein Testbild zu sehen ist. |
Neben UMTS und IT-Dienstleistungen sind das "digitale Zuhause" und die drahtlose Datenübertragung sowie das Breitbandinternet CeBIT- Schwerpunkte. Deutschland ist einer Studie zufolge Schlusslicht in bei dem schnellen Breitband-Internet. In Deutschland verfügten gerade einmal 16 Prozent der Haushalte über einen Breitband-DSL-Anschluss, in den Niederlanden etwa seien es dagegen bereits 41 Prozent, heißt es in der Untersuchung der Unternehmensberatung Mercer. Weiter im Focus auf der CeBIT stehen die geplante elektronische Gesundheitskarte sowie der "Dauerbrenner" IT-Sicherheit.
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