Grafenwöhr
NPD den Riegel vorschieben
Grüne: Tennishalle soll kein Platz für Rechtsextreme werden
Grafenwöhr. (xri) Maria Scharfenberg, Abgeordnete der Grünen im Bayerischen Landtag, zeigt sich zuversichtlich: Sie geht davon aus, dass die NPD in Grafenwöhr keinen Fuß fassen wird. Das bekräftigte die Politikerin zusammen mit Sonja Pausch, Vorstandsmitglied der Grünen im Kreisverband, am Freitagnachmittag bei einer Pressekonferenz im Hotel "Post".
Zuvor informierte sich Scharfenberg bei einem Gespräch mit Bürgermeister Helmuth Wächter über die aktuelle Situation im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf der Tennishalle an die NPD. Laut ihrer Aussage, erwartet auch Bürgermeister Wächter, dass sich alles zum Guten wendet. Als Grund nannte sie unter anderem den erst diese Woche gefassten Beschluss des Stadtrats, den Flächennutzungsplan für das Areal zwischen Schützenheim, Waldbad und Sportpark zu ändern. Dort gelte künftig die "Sondernutzung Sport, Freizeit und Erholung". Allein diese Vorgabe würde regelmäßige Parteitreffen schon stark erschweren.Ferner zeigen mehrere Bewerber, unter anderem die Firma Megaplay-Indoorspiele, großes Interesse an dem Gebäude. Die Stadt habe alles unternommen, um einen Verkauf an die rechtsextreme Partei zu verhindern. Die endgültige Entscheidung liege nun aber bei dem Geschäftsmann Wolfgang Jürgens aus Dresden, dem Besitzer der Halle.
Als sehr positiv bewertete Scharfenberg die Tatsache, dass trotz eines hohen Ausländeranteils und einiger Demonstrationen der NPD in Grafenwöhr, das rechtsradikale Gedankengut sich hier nicht weiter ausbreiten konnte. Sie betonte, dass die Grünen das Thema Rechtsradikalismus im Landtag offensiv angehen. Am Mittwoch sei dazu der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen "Rechtsextremismus verhindern, Fremdenfeindlichkeit präventiv entgegenwirken" eingereicht worden.
Ziel sei es, vor allem die jungen Mitbürger gegenüber der rechten Szene zu sensibilisieren. Programminhalte sind unter anderem eine frühe Stärkung des Selbstbewusstseins bereits im Vorschulbereich. Auch sollen Erziehungs- und Bildungsvorgaben an die neuen Erkenntnisse angepasst werden.
"Um Rechtsradikalismus zu bekämpfen, muss man bei Kindern und Jugendlichen anfangen", zeigte sich die Landtagsabgeordnete sicher. Sie appellierte außerdem an alle demokratischen Parteien und alle demokratischen Bürger, im Kampf gegen rechtes Gedankengut zusammenzuhalten.
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