Still, aber schmerzhaft
Kommentar von Michael Zeißner
Ohne TWF-Spange keine Entwicklung dort, hieß es mit kategorischem Trotz, als der Sozialdemokrat Helmut Hey mit eben diesem Wahlkampfthema den OB-Sessel ergatterte und sich die Christsozialen mit der absoluten Stadtratsmehrheit bescheiden mussten.
Seit diesem Zeitpunkt, drei Jahre ist das her, stand dieses Thema wie ein Synonym für jene kommunalpolitische Konstellation, die auf höheren Ebenen Minderheitenregierung genannt wird. Das Ergebnis ist hinreichend bekannt: Stagnation. Warum sollte da gerade der TWF-Brache ein anderes Schicksal blühen?
Und plötzlich, seit gestern, ist alles ganz anders. Als sei es der CSU wie Schuppen von den Augen gefallen, erkennt sie ihre TWF-Spange genau dort, wo keine ist und nie eine kommen wird. Und die SPD legt den Finger ihres Sieges nur ein ganz kleines bisschen in die Wunde dieses demonstrativen Glaubens.
Sei es, wie es ist und nun wohl auch kommt. Dieser einmal elegant gedachte Rückzug der CSU dürfte in den alten, moderaten Stadtratskämpen der Partei seine Väter gehabt haben. Denn die Heißsporne waren plötzlich ganz still.







