Grafenwöhr
Poker um Tennishalle geht weiter
Besitzer will weiter an die NPD verkaufen - Auch Anlage für Paint-Ball-Schützen ist im Gespräch
Grafenwöhr. (rgr) Es ist nach wie vor nichts entschieden. Der Poker um den Verkauf der maroden Tennishalle in Grafenwöhr an die NPD geht weiter. Am Donnerstag zeigte sich der Besitzer Wolfgang Jürgens auf NT-Nachfrage immer noch sehr überzeugt: "Die NPD will die Tennishalle haben", erklärte er.
"Momentan haben die aber noch Zoff wegen der Wahlen in Nordrein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Aber nächste Woche weiß ich vielleicht mehr", so Jürgens. Laut Auskunft des Dresdner Unternehmers wäre der NPD die Tennishalle 500 000 Euro wert. Ein weiterer Interessent, die amerikanische Baptistengemeinde aus Grafenwöhr, liege mit 400 000 Euro weit darunter.Anlage für Paint-Ball?
Ein weiterer Interessent habe Probleme mit den Behörden. Ihm schwebe eine Anlage für das Gotcha-Schießen in der Tennishalle vor. Paint-Ball fällt unter das Waffengesetz.
Wolfgang Jürgens betonte, er wolle "nur verkaufen", so schnell wie möglich. "Ich will mit der Oberpfälzer Gegend nichts mehr zu tun haben, denn hier gibt's nur Probleme."
Der Stand der Dinge ist für die NPD laut Sascha Rossmüller, dem Landesgeschäftsführer der NPD Bayern, unverändert. "Wir führen Verhandlungen wegen der Grafenwöhrer Tennishalle. Aber es zieht sich unplanmäßig hin. Durch die Medienberichte haben wir auch unzählige andere Immobilien angeboten bekommen, wo verglichen und abgewägt werden muss", erklärte Rossmüller am Donnerstag.
Grafenwöhrs Bürgermeister Helmuth Wächter erörtert das Thema Tennishalle erneut intern im Stadtrat. Es gibt einen Interessenten, der die Sparte "Sport für Kinder" abdecken möchte, berichtete er. Genauere Einzelheiten wollte er dazu jedoch nicht nennen.
Die Äußerung von Jürgens, er wolle "der Stadt Grafenwöhr eins auswischen", kommentierte Wächter so: "Ich habe das zur Kenntnis genommen, aber mehr auch nicht."
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