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Von (rgr)  |  09.02.2005  | Netzcode: 10675597  |  252 Mal gelesen.
Grafenwöhr

Spray-Aktion gegen NPD

Vorfall an der Tennishalle - Jürgens will "der Stadt eins auswischen"

Grafenwöhr. (rgr) "Keine NPD! Weder hier noch sonst wo!" Diese Meinung vertritt ein Unbekannter und sprühte sie mit schwarzer Farbe auf das Gebäude neben der ehemaligen Tennishalle. "Nazis Angreifen" wird gefordert. Dazu kommt noch die Drohung: "Heute sprühen - morgen sprengen".

"Am Sonnabend hat mich die Polizei von der Schmiererei verständigt. Da läuft was mit in Brand stecken", teilte Wolfgang Jürgens, der Unternehmer und Besitzer der Tennishalle, dem "Neuen Tag" telefonisch mit. Die Verkaufsverhandlungen mit der NPD laufen noch. "Die wollen im April kaufen", meint Jürgens. Ob die Wahl allerdings auf sein Objekt in Grafenwöhr fallen wird, ist noch nicht sicher.

Die NPD hat laut Jürgens 120 Immobilien aus ganz Deutschland angeboten bekommen. "Es wäre mir schon sympathisch, wenn ich die Tennishalle an die NPD veräußern könnte", so Jürgens. "Dann könnte ich den Grafenwöhrern eins auswischen, da sie mir nur Schwierigkeiten bereitet haben", bekannte er.

Aber es gibt momentan noch drei weitere Bewerber für die leer stehende Halle. "Diese Woche soll sich entscheiden, ob das Objekt für die Baptisten-Gemeinde oder für die Firma "Mega-Play" geeignet ist. Für die zuletzt genannte würde dort ein "Kinderspielparadies" entstehen. Eine amerikanische Sportart, das Sportschießen mit Farbbeuteln, könnte in Zukunft in der leer stehenden Tennishalle ebenfalls praktiziert werden", so Jürgens.

"Die NPD muss sich zurzeit gegen Anschuldigungen wegen der Holocoust-Sache zur Wehr setzten. Ich komme momentan an keinen von ihnen ran", teilte der Unternehmer aus Dresden mit.

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