Regensburg/Aufhausen
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Bistumskonflikt: Jilek sieht in Beratung für Pfarrer eine Fürsorgepflicht
Regensburg/Aufhausen. (pk) Das Telefon schrillt bei Dr. August Jilek alle paar Minuten. Seit der Regensburger Liturgieprofessor als Berater von Pfarrer Hans Trimpl in die Schusslinie von Bischof Gerhard Ludwig geraten ist, kontaktieren ihn Medienvertreter und Schulterklopfer.
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| Ein Bischof in ruhigeren Tagen? Georg Michael Wittmann wurde am 25. Juli 1832 zum Bischof von Regensburg ernannt, starb aber vor seiner Präkonisation am 8. März 1833 |
Weiterbildungs-Angebot
Hier heiratete er, ging als Pastoralreferent zunächst in die Schweiz, dann nach München und 1984 an die Fachhochschule Mainz, wo er Liturgiewissenschaft unterrichtete. "In Mainz wurden ich zum Diakon geweiht." Als sein Regensburger Liturgieprofessor emeritierte, wurde Jilek dessen Nachfolger in der Domstadt.
Zusammen mit seiner Frau, die als Religionspädagogin an der Grundschule Aufhausen arbeitet, und Pfarrer Josef Baier startete der Professor in der Gemeinde 1994 das Pilotprojekt "Aufhausener Liturgietage". Dieses Weiterbildungsangebot nehmen inzwischen jährlich rund 500 Pfarrer, Gemeinde- und Pastoralreferenten sowie ehrenamtliche Mitarbeiter "von Südösterreich bis Hamburg und Freiburg wahr". Dass er seinen Freund Hans Trimpl, der sich Rat suchend an ihn wandte, kirchenrechtlich berät, ist für Dr. August Jilek nicht nur Freundschaftsdienst, sondern Fürsorgepflicht aus seinem Berufsverständnis.
"Ein Bischof hat ein ganzes Team, das für ihn arbeitet. Irgendjemanden muss ja auch ein Pfarrer haben, an den er sich wenden und den er um Rat fragen kann. Wer soll's machen, wenn nicht wir Professoren? Trimpl ist nicht der Einzige, den ich berate."
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| Umstrittener Bischof im Jetzt: Dr. Gerhard Ludwig Müller. (Archivbild: Wilck) |
"Widerrede schwierig"
Er selbst habe in Dr. Kaiser "einen hervorragenden Lehrer im Kirchenrecht" gehabt. "Ich weiß, wo ich nachschauen und wo ich fragen muss. So schwierig ist die Materie eigentlich nicht . . ." Von einer "Kampagne", wie Bischof Gerhard Ludwig Müller sie gegen sich "aus bestimmten Kreisen" initiiert sieht, wisse er nichts, betont Jilek.
Der Bischof habe im Vorfeld seiner Berufung eine Ungeschicklichkeit gezeigt, als er "eine starke Lanze gegen die Frauenordination brach" - dies sei ihm auch von Regensburger Professoren übel genommen worden. "Auch ist es sehr schwierig, ihm eine Widerrede oder eine andere Position zu vermitteln, weil er das als gezielten Angriff auf seine Person auffasst . . ."
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