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Trimpl gegen den Bischof: Suspendierter Pfarrer will sich in Rom über Müller beschweren
Bogen-Oberalteich/Regensburg (dpa/lby) - Nach seiner Suspendierung will Pfarrer Hans Trimpl den Vatikan einschalten. Die Suspendierung und das eingeleitete Amtsenthebungsverfahren des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller verstießen gegen das Kirchenrecht, sagten Trimpl und sein Berater, der Regensburger Theologieprofessor August Jilek, heute.
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| Priester Hans Trimpl im niederbayerischen Bogen-Oberalteich vor der Kirche Sankt Peter und Paul. (Bild: dpa) |
Eine Bearbeitung des Falles durch die päpstliche Behörde könne aber lange dauern und habe keine aufschiebende Wirkung, erklärte Jilek. Dem Priester drohe deswegen der baldige Verlust eines Teiles seiner Bezüge sowie seiner Dienstwohnung. Nach der Anordnung des Bischofs darf Trimpl seit Freitag nicht mehr als Seelsorger in Oberalteich arbeiten. "Ich bin entmachtet und fühle mich heimatlos", erklärte Trimpl.
Der Bischof hatte die Suspendierung mit einer Klage des Pfarrers vor dem Regensburger Verwaltungsgericht begründet. Trimpl hat bei Gericht einen Eilantrag wegen beleidigender Äußerungen des Bischofs in einer Predigt gestellt, nachdem es bereits seit Monaten Streitigkeiten wegen der Mitgliedschaft Trimpls im kirchenkritischen "Aktionskreis Regensburg" (AKR) gibt. Die Anrufung eines Gerichts sei "keine Straftat im Sinne des Kirchenrechts", sagten Trimpl und Jilek. Zudem habe die Regensburger Diözese auch andere Vorschriften missachtet.
Erst vor wenigen Monaten hatte der Regensburger Bischof seinen Pfarrern verboten, bei kircheninternen Auseinandersetzungen vor staatlichen Gerichten zu klagen. "Das ist ein unhaltbarer Vorgang", meinte Jilek. Er warf dem Bischof vor, mit dieser Vorschrift gegen die Verfassung zu verstoßen.
Nach Angaben des Liturgie-Wissenschaftlers hat Müller in der Vergangenheit auch versucht, den Professoren der Regensburger Universität Vorschriften zu machen. Der Bischof habe ihnen verbieten wollen, AKR-Mitglieder zu beraten. "Das kann ich natürlich nicht akzeptieren", erklärte Jilek. Er stehe Trimpl allerdings auch deswegen bei, weil er schon lange ein freundschaftliches Verhältnis zu ihm habe.
Mittlerweile haben sich viele Gläubige aus Oberalteich mit ihrem bisherigen Pfarrer solidarisch erklärt. Sie fordern, dass der Bischof die Suspendierung zurücknimmt. Die Diözese hat allerdings erklärt, dass daran festgehalten wird. Erst am Montag hat die Bistumsleitung mitgeteilt, dass eine Beschwerde Trimpls gegen das Dekret von Müller zurückgewiesen worden sei.
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