Kohlberg/Regensburg
Schlagenhaufer zeigt Reue
Kohlberger Pfarrer entschuldigt sich beim Bischof für Veröffentlichungen - Namen aus Impressum
Kohlberg/Regensburg. (luk) War es am Ende eine göttliche Eingebung oder schließlich doch der Druck, der sich in den vergangenen Wochen aufgebaut hat? Am Mittwoch erklärte sich Pfarrer Andreas Schlagenhaufer aus Kohlberg schriftlich zur "Notwendigkeit der Einheit des Presbyteriums mit dem Ortsbischof".
Am Donnerstag folgte ihm Amtskollege Hans Trimpl aus Oberaltaich. Laut Mitteilung der Pressestelle der Diözese Regensburg bedauern die beiden Seelsorger ausdrücklich, wenn Veröffentlichungen in der von ihnen mitverantworteten Zeitschrift "Pipeline" dazu geführt haben, dass der Bischof "in unangemessener Weise kritisiert oder verletzt wurde". Darüber hinaus folgten die beiden Pfarrer der nachdrücklichen Aufforderung, ihren Namen aus dem Impressum der Zeitschrift entfernen zu lassen.Noch im Aktionskreis
Noch im Vormonat hatten beide ein Ultimatum, mit dem die Seelsorger aufgefordert waren, sich bei Dr. Bischof Gerhard Ludwig Müller zu entschuldigen und aus dem Arbeitskreis Regensburg (AKR) auszutreten, verstreichen lassen. Was folgte, waren vermittelte Gespräche, mit denen die Ordinariatskonferenz Regionaldekan Gerhard Pausch und Dekan Andreas Uschold beauftragt hatte. Ob diese Gespräche schließlich auf fruchtbaren Boden fielen, war am Donnerstag noch unklar. Pfarrer Schlagenhaufer war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Fest steht allerdings: Schlagenhaufer ist aus dem Aktionskreis noch nicht ausgetreten.
"Dieser Schritt war längst überfällig", erklärte Bischof Müller in einer ersten Stellungnahme. In den Gesprächen sei die Frage des Gehorsams von Priestern gegenüber ihrem Bischof sowie die unbedingte Notwendigkeit der Einheit des Presbyteriums "intensiv erörtert" worden.
Verhalten abwarten
In der Erklärung bekennen sich die Unterzeichner ausdrücklich zur Einheit mit dem Ortsbischof gemäß dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Bischof Müller machte deutlich, dass er es sich vorbehalte, die beiden entsprechend der pastoralen Notwendigkeiten einzusetzen. Viel hänge davon ab, ob das zukünftige Verhalten der beiden mit ihrem bekundeten Treueversprechen übereinstimme.
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