Kohlberg/Regensburg
Bistum droht mit Rauswurf
Ordinariat setzt Kohlberger Pfarrer Schlagenhaufer ein Ultimatum
Kohlberg/Regensburg. (asp) Der Kohlberger Pfarrer Andreas Schlagenhaufer hat schon wieder Ärger mit dem Bischöflichen Ordinariat. Nachdem ihm der Ökumene-Referent, Domkapitular Dr. Max Hopfner, mitteilte, dass er einen ökumenischen Gottesdienst nicht halten darf (wir berichteten), wird der Ton diesmal schärfer. Es geht um den "Aktionskreis Regensburg".
Schlagenhaufer ist seit der Gründung dieser Vereinigung 1969 (kurz: AKR) Mitglied. 1991 wurde er dort zum Sprecher gewählt und ist verantwortlich für die Mitgliederzeitung "Pipeline".Und das passt Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller und der Ordinariatskonferenz gar nicht. "Dies ist mit der Ausübung des Priesteramtes nicht vereinbar. Deshalb habe ich diese beiden Priester aufgefordert, bis zum 7. Juni ihren Austritt aus dem AKR zu erklären und sich gegenüber dem Bischof zu entschuldigen", teilt Hopfner in einem Schreiben mit. Zu Deutsch: Schlagenhaufer und seinem Amtskollegen Pfarrer Hans Trimpl aus Oberalteich droht der Rauswurf.
In den vergangenen Monaten soll der Bischof mehrere Gespräche mit beiden Pfarrern geführt haben. Er habe sie dabei zum Umdenken aufgefordert. Grund seien "jahrelange kirchenschädliche und Papst und Bischöfe verunglimpfende Äußerungen des AKR".
"Die mehrfachen Versuche des Bischofs, die beiden Pfarrer zur Einheit mit dem Bischof zurückzuführen, wurden bislang ausgeschlagen", heißt es in der Pressemitteilung. Dies stehe in krassem Widerspruch zum Weiheversprechen, in dem sie dem Bischof Ehrfurcht und Gehorsam gelobten.
Schlagenhaufer will sich zu den aktuellen Vorwürfen lieber nicht äußern. Er verweist am Montagabend auf die dienstrechtlichen Konsequenzen, die ihm angedroht wurden. Auf der Internetseite des AKR wurde sein Name als verantwortlicher Redakteur für die "Pipeline" bereits gestrichen, ebenso drei andere Namen. Darunter der von Pfarrer Siegfried Felber aus Bad Abbach, der schon seit über einem Jahr den gleichen Ärger hat.
Der AKR im Internet:
mitglied.lycos.de/akrgbg/
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.






