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Von (bz)  |  18.03.2004  | Netzcode: 10530764  |  352 Mal gelesen.
Falkenberg

Halbe Apotheke im Auto

Zivilfahnder entdecken in polnischem Fiesta 2200 Glasmapullen und Verpackungsmaterial

Falkenberg. (bz) Der Pole kam den Polizisten gleich spanisch vor: Also kontrollierten Zivilfahnder der Weidener Verkehrspolizei am Dienstag das Fahrzeug des 33-Jährigen und entdeckten kistenweise Medikamente unbekannter Herkunft.

Bis unters Dach voll beladen war der Ford Fiesta auf der Autobahn A 93 in Richtung Hof unterwegs. Das wollten sich die Beamten etwas näher anschauen und holten den Wagen an der Anschlussstelle Falkenberg raus. Sie trauten auch kaum ihren Augen, als sie unter mehreren Plastiktüten - gefüllt mit Kinderbekleidung - fünf Kartons und zahlreiche Plastikbeutel mit Verpackungsmaterial für ein Medikament griechischer Herkunft auffanden.

Damit nicht genug, entdeckten sie im Fußraum hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz fünf Blechkanister, die in schwarze Müllsäcke verpackt waren. In diesen Kanistern befanden sich eine Unmenge von Glasampullen mit einer durchsichtigen Flüssigkeit. Diese trugen die Aufschrift eines in Griechenland und in Holland hergestellten Medikaments.

Der Pole wurde vorläufig festgenommen und zur Klärung des weiteren Sachverhaltes zur Verkehrspolizeiinspektion Weiden gebracht. Eine genaue Überprüfung der mitgeführten Medikamente ergab, dass es sich insgesamt um etwa 2200 Glasampullen mit zwei verschiedenen anabolen Arzneimitteln handelte.

Zur Herkunft der Medikamente befragt, gab der Pole zu Protokoll, dass er die Ware in Italien abgeholt habe. Einen Beleg darüber konnte er nicht vorweisen. In die Ermittlungen wurde deshalb auch die Außenstelle Nürnberg des Zollfahndungsamtes München eingeschaltet, welche die weitere Sachbearbeitung übernahm.


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