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Oberpfalznetz.de > Kommunalwahl 2014 > Landkreis Schwandorf > Schieder und Ebeling Kopf an Kopf
Von (am)  |  16.03.2014  | Netzcode: 4087843  |  175 Mal gelesen.
Schwandorf

Schieder und Ebeling Kopf an Kopf

Landratswahl ohne Sieger - SPD- und CSU-Kandidaten in der Stichwahl am 30. März

Schwandorf. (am) Die Entscheidung ist vertagt, die Landratswahl geht in eine zweite Runde. Auf Anhieb schaffte es gestern keiner der Kandidaten, die absolute Mehrheit der Stimmen zu erringen. Marianne Schieder (SPD, 44,17 Prozent) und Thomas Ebeling (CSU, 43,51 Prozent) stehen sich am Sonntag, 30. März, in der Stichwahl gegenüber.

Bild zu Schieder und Ebeling nahezu gleichauf
Marianne Schieder. Bild: Götz
Die Gemeinde Weiding meldete gestern als Erste ihr Ergebnis an die Wahlzentrale am Landratsamt. Da lag MdB Marianne Schieder ganz klar vorne, doch in den nächsten Minuten sollte sich das Bild wandeln. Thomas Ebeling holte auf, übernahm die Führung. Nach der Hälfte der ausgezählten Kommunen lagen Beide in etwa gleichauf, das sollte dann auch bis zum Schluss so bleiben.

Mit Stichwahl gerechnet



Um 20.40 Uhr kam Kreiswahlleiterin Annette Plank in den "Blickpunkt"-Raum des Landratsamtes, wo Landrat Volker Liedtke und MdB Marianne Schieder schon den ganzen Wahlabend lang gespannt den Eingang der einzelnen Resultate verfolgt hatten. Sie verkündete das vorläufige Ergebnis, das besagt: Marianne Schieder (SPD) und Thomas Ebeling (CSU) kommen in die Stichwahl, Jürgen Neuber (Freie Wähler, 7,70 Prozent) und Rudolf Sommer (Grüne, 4,62 Prozent)) sind ausgeschieden.

Die SPD-Kandidatin Marianne Schieder gab sich locker. Sie habe bei dieser Konstellation mit vier Bewerbern nicht damit gerechnet, im ersten Durchgang gewinnen zu können. Somit sei sie von vorne herein vom Zustandekommen einer Stichwahl ausgegangen. "Ich will in 14 Tagen Landrätin werden und werde alles daran setzen, dieses Ziel zu erreichen", zeigte sie sich kämpferisch. In welcher Form und wo sie noch einmal in den Wahlkampf einsteigt, werde sich erst nach der Analyse des Kreistagswahlergebnisses zeigen. Zuversicht gab es ihr, dass ihr Jürgen Neuber und Rudolf Sommer, die sich auch in die Runde am Landratsamt gesellt hatten, Unterstützung signalisierten. Es werde in den nächsten Tagen gewiss weitere Gespräche mit Freien Wählern und Grünen geben, mit denen man ja bisher auch schon im Kreistag zusammenarbeite.

In der CSU-Kreisgeschäftsstelle in Schwandorf hatte sich unterdessen CSU-Kandidat Thomas Ebeling eingefunden. Er sprach von einem "Riesenerfolg", als er sein Abschneiden bewertete. "Wir haben die SPD-Kandidatin in die Stichwahl gezwungen, damit hätte vor einem Jahr so gut wie keiner gerechnet", meinte er. Von Enttäuschung, dass es nicht auf Anhieb geklappt hat, sei nichts zu spüren. "Das wäre nach 42 Jahren, in denen die SPD den Landrat gestellt hat, ja auch vermessen gewesen". Nun gelte es, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und Gas zu geben, um den Wahlerfolg in zwei Wochen einfahren zu können. "Wir bewegen uns auf Augenhöhe", schätzte Ebeling seine Chancen weiterhin als gut ein. Mit Blick auf Freie Wähler und Grüne erklärte er: "Ich bin in alle Richtungen offen".

Entspannt reagierte Landrat Volker Liedtke (SPD). Er hatte eine Stichwahl kommen sehen. Dass Marianne Schieder im ersten Durchgang knapp vorne liegt, bezeichnete er als "gutes Zeichen". Er wolle in den kommenden 14 Tagen nochmals helfen klar zu machen, dass Marianne Schieder die besseren Voraussetzungen und den größeren Erfahrungsschatz besitze. Ihm sei vor dem Stichwahl-Abend nicht bange, denn: Das Wählerpotenzial der beiden ausgeschiedenen Kandidaten ordne er in größeren Teilen doch dem SPD-Klientel zu.

Die Wahlbeteiligung lag bei 63,07 Prozent. Sie war in Relation zur Landratswahl 2008 um etwa zwei Prozent gesunken.


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