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Von  |  12.03.2012  | Netzcode: 3172483  |  2237 Mal gelesen.
Regensburg

Wahrheitswochen beim Jahn

Heimspiel-Trilogie: Gegen Darmstadt, Burghausen und Osnabrück entscheidet sich die Saison

Regensburg. Man sollte besser gar nicht erst zu rechnen anfangen: Wenn der Jahn seine drei Heimspiele in Folge gewänne, dann wäre das Rennen auch um die ersten beiden Plätze wieder offen – hätte, wäre, wenn … Am Dienstag, 19 Uhr, machen die kürzlich wieder erblühten Lilien mit ihrem Gastspiel den Auftakt zur möglichen vorentscheidenden Aufstiegstrilogie.

Jürgen Schmid
Jürgen Schmids dritter Anlauf: Klappt's am Dienstagabend mit dem ersten Treffer des Sturmurgesteins? Bilder: Regensburg1889.de
Dieses Ansinnen will der diesjährige Aufsteiger nach zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen freilich nicht durch Gastgeschenke unterstützen – wenn der Mannschaftsbus das Jahnstadion nicht vergeblich in Oberfranken suchen sollte, wie die Homepage des SV 98 verkündet. Besonders der 2:1-Auswärtssieg bei Preußen Münster macht die Hessen zuversichtlich: „Die Regensburger wollen aufsteigen und brauchen die Punkte“, weiß Co-Trainer Thomas Zampach, der freilich dennoch „etwas Zählbares mit auf die Heimreise nehmen“ möchte.

Die Lilien rotieren
Bei den Gästen fehlen neben den Langzeitverletzen Bilgin und Ratei auch Stürmer Rudi Hübner nach dessen fünfter Gelber Karte. Auflaufen soll dagegen Mittelfeldmotor Benjamin Baier, der in Münster noch geschont wurde. Ansonsten macht das Trainerteam der Lilien laut eigener Vereinsseite auf Hitzfeld: „Wir werden wegen der englischen Wochen weiterhin auf einigen Positionen rotieren“, so Zampach.

Auf Seiten der Rotweißen ist die Stimmungslage trotz einstweilig verlorenem Relegationsplatz heiter bis sonnig: „Wir sind mit dem Punkt in Erfurt sehr zufrieden“, lobt Trainer Markus Weinzierl die kämpferische Einstellung seiner Jungs, die das 2:2 mit zehn Mann bei einem Aufstiegskonkurrenten mit Zähnen und Klauen verteidigten. Allerdings musste auch dieser Punkt wieder teuer bezahlt werden: „Die letzte Diagnose fehlt noch“, bedauert Weinzierl den Ausfall des schnellen Offensivmanns Christian Bickel, „aber vermutlich ist der Mittelfuß angebrochen.“

„Schiris mit Fingerspitzengefühl“
Apropos Ausfälle: Wie verhindert man künftig eine weitere Dezimierung durch Platzverweise? „Indem man dumme Fouls vermeidet“, rät der Coach, „und auch die Schiedsrichter dürften ab und zu mehr Fingerspitzengefühl an den Tag legen“, spielt er auf das überflüssige Gelbrot gegen Tim Erfen an, dem der Ball von der Brust an die Hand gesprungen war. Immerhin rückt für ihn Flügelwiesel Ronny Philp nach verbüßter Gelbsperre zurück ins Team.

Nicht nur, weil sich der Jahn-Sturm ohnehin von selbst aufstellt, steht die Startformation so gut wie fest – schließlich wussten die elf Akteure beim letzten Heimspiel gegen Sandhausen durchaus zu überzeugen: „Da wird sich nicht viel verändern“, sagt der Chef, „offen ist nur, ob Temür oder Dedola im Mittelfeld aufläuft.“ Zufrieden ist Markus Weinzierl auch mit Jahn-Urgestein Jürgen Schmid, der das Stürmerlazarett mit viel Engagement vertritt. Fehlt nur noch das bereits gegen Sandhausen vom Stadionsprecher verkündete Erfolgserlebnis – vielleicht klappt’s im dritten Anlauf.

Warnung vor den Hessen-Kontern
Dass der Auftakt gegen Darmstadt das leichteste der drei Heimspiele sei, bestreitet der Trainer: „Wir sollten uns von deren 14. Platz nicht täuschen lassen“, warnt Weinzierl, „sie haben ungeheuer schnelle Offensivspieler und wir müssen höllisch aufpassen, uns keine Konter einzufangen.“ Während der Torwartheld von Erfurt, Michael Hofmann, schon mit sieben Punkten zufrieden wäre, hätte sein Vorgesetzter auch gegen die volle Punktzahl nichts einzuwenden: „Wir nehmen auch gerne einen Neuner“, lacht Weinzierl.

geschrieben von

Jürgen Herda


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