Kairo/Genf
Rotes Kreuz strebt Waffenruhe an
Humanitäre Lage in Syrien eskaliert - Russland für UN-Sondergesandten
Das Rote Kreuz befürchtet wegen der anhaltenden Gewalt in Syrien eine humanitäre Katastrophe und bemüht sich um eine Waffenruhe. Nach Angaben von Diplomaten vom Dienstag berieten Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) darüber in Genf mit Repräsentanten der syrischen Regierung und der Rebellen."Wir sind zutiefst besorgt über die humanitäre Lage", sagte IKRK-Sprecher Bijan Farnoudi. Russland forderte den Einsatz eines UN-Sondergesandten, um die Sicherheit von Hilfstransporten zu gewährleisten. Die heftigen Gefechte in Syrien dauerten am Dienstag an. Russland hatte im Weltsicherheitsrat als Vetomacht bisher gemeinsam mit China eine härtere Gangart gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verhindert.
Experten der Vereinten Nationen sorgen sich um mehrere in Syrien inhaftierte Menschenrechtsaktivisten. Sie seien am vergangenen Donnerstag nach einem Überfall von Sicherheitskräften auf die Menschenrechtsorganisation SCM (Syrisches Zentrum für Medien und freie Meinungsäußerung) mit verbundenen Augen abgeführt worden, erklärten die UN-Vertreter. Es sei zu befürchten, dass diese Menschen nun Folter und Misshandlung ausgesetzt seien.
Das Assad-Regime setzte die militärische Offensive gegen seine Gegner fort. Nach Angaben von Aktivisten kamen allein in der Provinz Homs mindestens 47 Menschen ums Leben.
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