Von (war) |
22.02.2012
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Kohlberg
Die Simpsons aus den Gelbdörfern
Originelle Beiträge beim Kohlberger Faschingszug - Bürgermeister nimmt die Gemeindekasse zurück - 400 Besucher
Kohlberg. (war) "Überschaubar, aber immer mit einer großen Portion pfiffiger Ideen angereichert", charakterisierte eine Zuschauerin aus einem Nachbarort den Faschingszug, der sich am Faschingsdienstag über den Marktplatz schlängelte.
Angeführt wurde der Gaudiwurm von den Prinzenpaaren, die aus ihren Cabrios ihr Narrenvolk grüßten und Süßigkeiten verteilten, und ihrem erweiterten Hofstaat. Die Feuerwehr Hannersgrün sorgte für einen Farbtupfer, den sie schon mit dem Namenschild auf der Zugmaschine, einem Quad, untermalte. "The Simpsons aus den Gelbdörfern", bezeichnete sich die bunte Truppe aus den Gründörfern in ihrem Steckbrief und ihrer perfekten Maske.
Ihre Kollegen, die Spritzenmänner aus der Marktgemeinde, verfolgten auf ihrem Wagen ebenfalls ein Thema aus dem Fernseher: "Dschungelcamp in Kohlberg? Ich bin ein Lucky, holt mich hier raus!", stand auf dem Transparent. Marcus Lukas stand noch einmal im Brennpunkt. "Lucky ist überzeugt, dass er in Kohlberg der Schönste sei, doch den Franken war das einerlei", spielte auf den Auftritt im Frankenfasching an.
Eigenwerbung für den selbst erstellten Kalender betrieb die schwarz als Mafiosi gekleidete Gruppe der Fußballer auf und an ihrem geschmückten und von den Offiziellen eskortierten Wagen. Die Reibereien um den Christkindlmarkt ließ die Vereinsgemeinschaft aufleben: "Der Weihnachtsmarkt wurde verschoben, das ließ so manchen toben." Das Outfit der Faschingsgesellschaft bildete eine Mixtur aus dem Thema der Faschingsveranstaltungen. Zu "Hollywood" war alles erlaubt, was in Sachen Klamotten über die Leinwand flimmert.
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Die Simpsons aus den Gelbdörfern
Originelle Beiträge beim Kohlberger Faschingszug - Bürgermeister nimmt die Gemeindekasse zurück - 400 Besucher
Wie die Griechen?
Beim anschließenden Treff der Faschingsgesellschaft und der rund 400 Gäste am Rathausportal nahm Bürgermeister Rudolf Götz die Zeichen der Regentschaft von den Prinzenpaaren zurück, unter anderem die Kasse. Seine in Reime gefasste Kernaussage: "Ich hoffe, die Gemeindekasse ist nicht leer, sonst wird für mich das Leben schwer. Die Wasserleitungen werden momentan repariert, ich hoff' ihr habt das einkalkuliert. Oder ward ihr wie die Griechen so schlau, dann sag ich nur Kohlberg helau." Götz sparte nicht mit Lob: "Ganz Kohlberg fühlt sich sehr geehrt, dass ihr uns habt so schöne Stunden beschert."
Das Prozedere des Faschingseingrabens, verbunden mit dem "Oaschbousn", vollzog sich in und vor der Zoiglstubn" im "Binnerlindlhof". Eskortiert von den Ministrantinnen, in diese Rolle schlüpften die Bedienungen des Zoigl-Wirtshauses, widmete sich "Bruder Marcus" mit seiner "Predigt" dem Rückblick auf die tolle Zeit und bedauerte die kommenden 282 faschingsfreien Tage. "Lucky" drückte es so aus: "Lieber Fasching, durch dein heutiges Ableben ist dieses Fest erst möglich geworden. Wir hoffen, dass du bald wieder zu uns zurückkehrst."
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Kohlberg
Die Simpsons aus den Gelbdörfern
Originelle Beiträge beim Kohlberger Faschingszug - Bürgermeister nimmt die Gemeindekasse zurück - 400 Besucher
Schafkopfen eine Kunst
Der Mann in der Kutte beleuchtete auch Lokales und Aktuelles aus der Gemeinde. So zum Beispiel: "Jetzt, wenn der Marktplatz eingezäunt ist, dann haben die ganzen Touristen endlich freie Sicht zu den Algen im Marktbrunnen." Auch der kürzlich gekürte Dorfmeister im Schafkopf bekam sein Fett weg: "Liebe Kohlberger, dass das nächste mal bei der Marktmeisterschaft im Schafkopfen jemand gewinnt, der as Schafkopfen auch kann und niad immer solche, die niad amal Kartn gscheid halten kinna." Als "Segen" kreierte Lucky dieses Mal: "In omini Whisky et Cognac et Obstler".
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