Nittenau
"Blaue Partei" sagt "Servus"
Letzter Auftritt von Helmut Müller - Das Rathaus gleich zwei Mal gestürmt - Bley als Landrat?
Nittenau. (my) Die Katze wurde ganz am Schluss aus dem Sack gelassen. Helmut Müller, langjähriger Vertreter der "blauen Partei", zieht sich aus dem närrischen Politiker-Leben zurück. Zwei Stunden lang herrschte am Rosenmontag im Rathaus Hochbetrieb, als sich Bürgermeister Karl Bley gleich einer doppelten "Invasion" ausgesetzt sah.
Die "Rummlfelser" aus dem rebellischen Bergdorf Fischbach machten den Anfang. Ehrenhofmarschall Wolfgang Straßburger mutmaßte gleich, Karl Bley wolle - so die Gerüchteküche - Landrat werden. Da spitzte auch die anwesende Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder die Ohren.Uli Fendl gab als Teufel einen Abriss über die Nöte, Sorgen und Beschwerden der Fischbacher, wobei vor allem der Schreiner-Haus im Mittelpunkt stand. Hofmarschallin Sandra Bauer führte durch das Programm mit dem Tanz der Garden. Dem "Ruml ruml" folgte das "Nittenau helau". Die "Allotria" marschierte auf. Präsident Josef Süß freute sich über den Empfang durch die Stadt, sein Vize Rupert Seebauer übernahm das Kommando. Die Garden zeigten ihr Können, Orden wurden verteilt.
Der "Schandfleck"
Und dann trat Helmut Müller in Aktion, Vertreter der "Blauen Partei". Einmal im Jahr zieht er eine kritische Bilanz über das Geschehen in der Stadt am Regen. Dieses Mal schlug er eine Aufladestation für das Elektroauto im Bauhof vor, denn an der Reichweite hapere es noch. Beim maroden Jugendheim handle es sich um einen "Schandfleck in der Wolfgangstraße" in einem ansonsten sehr gut sanierten Stadtzentrum.
Seit 1996 berichtete Helmut Müller für die "Blaue Partei". Gestern tat er dies zum letzten Mal, wie er abschließend betonte. Ob er sich noch umstimmen lässt? Dies ging wohl allen Anwesenden durch den Kopf.
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