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Tel Aviv
Iran dreht Ölhahn zu
Keine Lieferungen an Großbritannien und Frankreich - Furcht vor Krieg
Tel Aviv. (dpa) Der Iran demonstriert im Atomstreit mit dem Westen Stärke. Die Führung in Teheran will nach Angaben von Diplomaten Zentrifugen moderner Bauart einsetzen, um die Urananreicherung zu beschleunigen. Als Antwort auf die jüngsten Sanktionen stoppte der Iran Erdölexporte nach Großbritannien und Frankreich.
Trotz der wachsenden Spannungen raten westliche Politiker, einen kühlen Kopf zu bewahren. Die US-Regierung will Israel von einem Angriff auf Iran abhalten. US-Generalstabschef General Martin Dempsey warnte: "Es wäre zu diesem Zeitpunkt nicht weise, den Iran anzugreifen", zitierte ihn die US-Agentur Bloomberg. Ein Militärschlag werde keinem langfristigen Ziel Israels dienen. "Wir wissen auch oder glauben zu wissen, dass das iranische Regime noch keine Entscheidung darüber gefällt hat, eine Atomwaffe zu bauen."Der Westen verdächtigt die Führung in Teheran, unter dem Deckmantel der zivilen Atomforschung Kernwaffen zu entwickeln. Der Iran ignoriert alle Aufforderungen, die Anreicherung von Uran zu stoppen. Für Atomwaffen ist hochangereichertes Uran notwendig. Israel sieht in dem Atomprogramm des Irans die größte Bedrohung für seine Existenz. "Wir werden unseren Weg und die friedliche Nutzung der Atomtechnologie ohne jegliche Zweifel und mit Selbstbewusstsein fortführen", kündigte der iranische Außenminister Ali-Akbar Salehi an. Man sei "auf das schlimmste Szenario vorbereitet".
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